wanderweb.ch

Wanderbücher stets aktuell

Titelbild: Auswanderungen

Auswanderungen

Wegleitung zum Verlassen der Schweiz

Ursula Bauer, Jürg Frischknecht

Wandert aus – ins Elsass und ins Schwabenland, nach Meran und Mailand, Como und Domodossola, Aosta und Chamonix. Schweizer Söldner marschierten für Geld und Ehre auf Schlachtfelder dies- und jenseits der Alpen, Haslitaler führten Rinder und Käse auf die lombardischen Märkte, Bündner Kinder verdingten sich in Oberschwaben, Tessiner Kaminfegerbuben zogen nach Mailand. Engadiner gründeten in halb Europa Zuckerbäckereien und Zürcher am Comersee Seidenspinnereien.

In zwei- bis neuntägigen Wanderungen folgen Bauer & Frischknecht den Spuren dieser Vorgängerinnen und Vorgänger, sind unterwegs mit Haudegen und Handelsherren, mit schwarzen Brüdern, Schweizer Rindern und Schwabenkindern.

Die Schweiz – ein Land von Auswanderern. Und Auswanderungen.

  • 377 Seiten
  • ISBN 978-3-85869-372-3
  • 1. Auflage 2008, Rotpunktverlag
  • CHF 19.90 | EUR 17.50
  

Inhalt und Leseprobe

Download (19 MB)

AUSWANDERUNGEN – AKTUALISIERUNGEN

Für Rückmeldungen, Korrekturen und Hinweise aller Art sind wir dankbar. Bitte schicken Sie alle festgestellten Veränderungen an: bauerfrischknecht@bluewin.ch Oder benützen Sie unser Forum Vielen Dank!
Hier finden Sie von den Autoren betreute Aktualisierungen zur 4. Auflage 2010, letztmals aktualisiert im November 2014.

 

NÜTZLICHES VON A–Z

Hotels buchen: Buchungsplattformen sind mitunter willkommene Findmittel: Welche Hotels gibt es in einem Ort? Danach empfiehlt sich eine direkte Buchung beim ausgewählten Hotel, aus mindestens zwei Gründen: 1. sind die Preise ohne den Umweg über die satt mitkassierenden Plattformen oft günstiger; 2. verfügen Hotels oft noch über freie Zimmer ausserhalb der Kontingente, die sie über Plattformen bewirtschaften.

»WAS KOSTET DS BÜEBLE?« – NACH RAVENSBURG

Seite 44, Schweizer Wege der Schwabenkinder: In unseren »Auswanderungen« schlagen wir eine Dreitagewanderung von St. Margrethen nach Ravensburg vor, einst wichtigster Marktplatz für Schwabenkinder. Welche Wege diese aus ihren Bündner Tälern und dem Appenzellerland Richtung Norden nahmen, beschreibt Elmar Bereuter – DER Spezialist für das Thema – im neuen Rother-Wanderführer »Schwabenkinder-Wege Schweiz und Liechtenstein« (2014) auf über 300 Seiten.

Seite 65, Lindauer Bote: Alles über diese jahrhundertelang funktionierende Privatpost findet man in: Heidi und Paul Senger-Weiss: Das WeissBuch3. Mehr als 500 Jahre unternehmerische Tätigkeit einer Familie im Transport. Wien 2010 (in manchen Bibliotheken zu finden).

WER DIE WAHL HAT, WÄHLT DEN WAAL – NACH MERAN

Seite 80, Orientbahn: Plinio Meyer, der Hotelier des Münsterhofs in Müstair, schildert die Geschichte seines Ururgrossvaters, der von der Orientbahn träumte, und die Geschichte des Sechs-Genrationen-Hotels in einem interessanten kleinen Buch: »Herr Clotin und die Orientbahn. Die Geschichte des Hotel Münsterhofs« (Chur 2012). Im Hotel erhältlich.

Winterwandern: Im Vinschgau-Wanderbuch »Schüttelbrot und Wasserwosser« geben wir auf S. 324 Tipps für das Wandern im Winter, inklusive offener Hotels: »Die drei Classic-Tage von Schlanders bis Meran kann man, Neuschnee ausgenommen, das ganze Jahr gehen. Natürlich sollte man sonnige Tage aussuchen, damit man auch ohne offene Restaurants mal eine Pause einlegen kann.«

 

LEGAL ODER ILLEGAL, EGAL – NACH SONDRIO

Seite 103, Nicolò Rusca selig: Am 21. April 2013 wurde Nicolò Rusca, dem der Wanderweg ab dem Murettopass gewidmet ist, in Sondrio selig gesprochen.

Seite 106, Ettore Castiglioni: Wer sich für Ettore und Bruno Castiglioni interessiert, sollte den Katalog der Ausstellung in Trento zu den beiden Brüdern bestellen: Fondazione Giovanni Angelini (Hg.): Ettore e Bruno Castiglioni. Due fratelli e la montagna. Trento 2010.

WE SLIPPED DOWN TO MILAN – MILANO I

Seite 121, Schlafen am Comersee: www.lakecomo.com/dove_dormire

Seite 126, Loch im "eisernen Vorhang": Der eiserne Grenzzaun hat 2009 ein kleines Tor für Fußgänger erhalten. Damit entfällt der Umweg hinunter zum Straßenzoll. 300 Einheimische feierten das Ereignis. Dann, 2013, der nächste Streich: Die Grenzbrücke wird auf die ursprüngliche Breite zurückgebaut.

Seite 133, Dascio: Das Hotel Berlinghera hat nun eine Website: hotelberlinghera.com

Seite 162/167, Taxi und Unterkunft in Gorgonzola: Taxi Nicolauto ist auch unter der Mobile-Nr. 335 309441 erreichbar.
Das *Italia gibt es nicht mehr. Übernachten kann man heute in zwei Hotels und einem Agriturismo:
*Aragosta (einfach), Via Trieste 133 (beim Einmarschieren am rechten Martesana-Ufer), Tel. 02 9513188
****Senator, Via Milano 22 (beim Verlassen von Gorgonzola am linken Martesana-Ufer), Tel. 02 95303872, hotelsenator.it
Ausweichadresse, weniger zentral: Agriturismo Borgnonovo (Cascina Mirabella, an der SS 11, Via Padana Superiore), Tel. 02 95138083.
Rückmeldungen zu diesen »neuen« Übernachtungsadressen sind erwünscht.

VON BISCHOF ZU BISCHOF

Seite 179, Präzisierung zum Tag 6A: Bei der Tafel »Steigt 100 m auf 1 km« gerade hochgehen, nicht rechts ausholen.

Seite 182, Drei Sterne für Caminada: Andreas Caminadas verzauberte Teller machen weiter Furore. Im Herbst 2010 gab ihm der Gault-Millau 19 Punkte und der Guide Michelin den dritten Stern. »Schon in jungen Jahren am Zenith schweizerischer Gastronomie angekommen«, kommentierte die NZZ.

Seite 194, Galerie am Splügenpass: Die letzte erhaltene, aber seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr genutzte Wintergalerie der Passstraße über den Splügen liegt zwischen dem kaum mehr genutzten Schweizer Zollgebäude und der Passhöhe (kleiner Abstecher vom Via-Spluga-Wanderweg). Die Galerie wurde sorgfältig restauriert und kann wieder begangen werden.
Susanna Kraus, Georg Jäger: Die Commercialstrasse über den Splügenpass. Südostschweiz Buchverlag Chur 2013.  Im Buchhandel oder bei kulturforschung.ch

Seite 211, Familie Stampa: Die Bergeller Familie Stampa stamme aus Gravedona, liest man auf der Seite von Lorenz Stampa, siehe alpen-stampa.ch

Seite 212/216, Meneghet: Das Hotel gibt es nicht mehr.

»Traumpfade im Frühling« plus »Auswanderungen«: Die dreitägige Wanderung auf der Via Regia vom Jugendstildorf Brunate ob Como ins Touristenmekka Bellagio lässt sich auf den »Auswanderungen«-Routen Via Regina oder Sentiero Viandante verlängern, bis hinauf nach Chiavenna.

UNTERWEGS MIT SCHWARZEN BRÜDERN – NACH MILANO II

Seite 237, Hotels in Maccagno: Das ***Italia ist aus den Hotelverzeichnissen entschwunden. Neben dem *Maccagno und dem ***Torre Imperiale gibt es neu die Pensione Paradiso, Via Giuseppe Verdi 5, Tel. 0332 560128

Seite 340, Vecchia Miniera in Ollomont
In der Vecchia Miniera wirten inzwischen Valentina und Daniele. Gäbe es nicht die Landplage der Motoslitte (Schneetöffs), wäre Ollomont auch ein wunderbarer stiller Ort für Schneeschuhtouren und zum Skifahren (kleiner Lift).

SCHLACHTVIEH UND VIEL KÄSE – NACH DOMO I

Seite 283, Unterwegs: Aus dem Centro Fondo Riale wurde das ***Aalts Dorf (unverändertes Tel.). Das ganzjährig geöffnete Haus liegt 5 Fußminuten unterhalb Riale.

Seite 289, Pomatt: Das Wildbad in Longia gibt es nicht mehr. Seit dem August 2008 ist das neue Centro termale bei Cadarese von 10 bis 22 Uhr offen, premiaterme.com

»FLIEGEN« MIT CHAVEZ – NACH DOMO II

Seite 340, Vecchia Miniera in Ollomont: In der Vecchia Miniera wirten inzwischen Valentina und Daniele. Gäbe es nicht die Landplage der Motoslitte (Schneetöffs), wäre Ollomont auch ein wunderbarer stiller Ort für Schneeschuhtouren und zum Skifahren (kleiner Lift).

UNTERWEGS MIT KÜHEN UND CLUBISTEN – NACH AOSTA

Seite 326, Karten & Herbergen: Karten: Das Blatt 4 Conca di Aosta 1:25'000 von Escursionista ist erschienen. –
Neue Website mit dem Unterkunftsverzeichnis für die Region Aosta: googeln: lovevda.it  "elenco completo degli alberghi"

Seite 332, Hotel de Mauvoisin: Nach fünf Generationen ist die Ära der Gründerfamilie zu Ende gegangen. 2007 übernahm die Gemeinde das Hotel de Mauvoisin und baute es zurückhaltend um. Neue Wirte sind Magali Bohin (078 7661619) und Laurent Landrau (078 6994693). Offen bis Mitte Oktober, HP in einfachen, schöne eingerichteten Zimmern oder im Touristenlager. Das Frühstück wird auf Wunsch früh serviert.

Seite 338 und 340, Präzisierung zu Mauvoisin–Ollomont: Leider sind auf dieser Seite Ungenauigkeiten stehen geblieben. Hier in Kürze die aktuelle Version: Nach der Mauvoisin-Staumauer dem westlichen Ufer entlang, 1 km hinter der Stauwurzel auf der Pont de Lancet (2042 m) auf die rechte Talseite und bei *Chermontane Brücke (*2180 m, nördlich von Grand Charmotane/Chermontane, 2 h 30 ab Hotel Mauvoisin) wieder auf die linke Talseite. In der ersten Linkskurve nicht auf Wegspuren geradeaus hoch, sondern nach links zur verfallenen Alp (siehe Landeskarte).

Im Buch empfehlen wir, bei Balme de Bal auf dem alten direkten Weg ins Tal von Ollomont  abzusteigen. Etwas detaillierter: bei den Häusern von Balme de Bal 350 m südwärts auf wenig begangenen Wegspuren absteigen, über den kleinen Bach und nun auf dem Weg, den die Landeskarte ausweist, nach Vaud. – Oder, als nicht zu verfehlende Alternative: bei Balme de Bal 300 m weitergehen, dann den sinkenden Weg nach Farinet nehmen und dort den soliden Abstieg nach Glacier; auf Asphalt weiter nach Vaud.

Seite 338ff, Abgang zur Buthier-Brücke (Präzisierung)
Nach dem Tunnel an Châtellair vorbei zum Savda-Bushalt Cerise, hier hinunter nach Doues (zuletzt entlang einem Eschenweg), weiter bachnah hinunter zum Weiler Javiod, diesen Richtung Bioulaz verlassen und auf der Naturstrasse / später dem Waldweg in ausholenden Kurven zur Brücke hinunter. Variante: 100 m nach Javiod kann man einen direkteren Abgang wählen.

Seite 344, Übernachten in Aosta: Eine ruhige Altstadtadresse (unweit des Belle Epoque) ist das ***HB Aosta Hotel (früher: ***Bus), Tel. 0165 43645, hbaostahotel.com

UNTERWEGS MIT ENGLAND UND ENGLÄNDERN

Seite 356, England meets England: Der Reisebericht von Miss Jemima Morell aus dem Jahr 1863 ist 151 Jahre danach endlich in einer deutschen Übersetzung erschienen: Miss Jemimas Journal. Eine Reise durch die Alpen. Mit einem Vorwort von Andreas Lesti. Rogner & Bernhard, Berlin 2014.