wanderweb.ch

Wanderbücher stets aktuell

Titelbild: Bäderfahrten

Bäderfahrten

Wandern und baden, ruhen und sich laben

Ursula Bauer, Jürg Frischknecht

Ein Wanderbuch: 22 Wanderungen von zwei, drei oder vier Tagen zu alten Kurhäusern und verschwundenen Bädern, zu modernen Badeanlagen, gesunden Quellen und versteckten »Frässbedli« in der Schweiz und im nahen Ausland.
Ein Hotelführer: 39 persönliche Porträts von speziellen Übernachtungsadressen mit allen Service-Informationen, plus zahlreiche weitere kommentierte Hoteltipps
Ein Lesebuch: »Sofawandernde« finden viele Geschichten ums Baden und Kuren sowie Hintergründiges zu Wasser und Wässern.

  • 427 Seiten
  • ISBN 978-3-85869-236-8
  • 2. überarbeitete Auflage, 2004
  • CHF 19.90 | EUR 17.50
  

Inhalt und Leseprobe

Download (1 MB)

BÄDERFAHRTEN – AKTUALISIERUNGEN

Für Rückmeldungen, Korrekturen und Hinweise aller Art sind wir dankbar. Bitte schicken Sie alle festgestellten Veränderungen an: bauerfrischknecht@bluewin.ch Oder benützen Sie unser Forum Vielen Dank.

Hier finden Sie von den Autoren betreute Aktualisierungen zu den beiden Auflagen von 2002 und 2004, letztmals aktualisiert im September 2015.

BÄDERGLOSSAR, HINWEISE

Seite 14, Bain garni: »Die öffentliche Badeanstalt [von Bern] liegt unter der Terrasse der Kirche an dem stürzenden Wehr des Flusses. Die Treppe ist neben der Terrassenmauer bedeckt angelegt, welches bei der Mittagshitze sehr wohltätig erscheint. Entsetzlich war es aber, dass wir beim Eintritt ins Bad gefragt wurden, ob wir ein bain garni, das heißt mit einem Frauenzimmer, verlangten; auch zeigten sich viele dergleichen in den Korridoren, in allerlei Schweizertracht ausgeputzt.« (Karl Friedrich Schinkel: Reisen in Italien, der Schweiz und England. Nachdruck. Aarau 1968).
Hotels buchen: Buchungsplattformen sind mitunter willkommene Findmittel: Welche Hotels gibt es in einem Ort? Danach empfiehlt sich eine direkte Buchung beim ausgewählten Hotel, aus mindestens zwei Gründen: 1. sind die Preise ohne den Umweg über die satt mitkassierenden Plattformen oft günstiger; 2. verfügen Hotels oft noch über freie Zimmer ausserhalb der Kontingente, die sie über Plattformen bewirtschaften.

»Die schönsten Hotels der Schweiz« heisst eine handliche, sehr empfehlenswerte Publikation des Schweizer Heimatschutzes (10 Fr.).

SCHWEIZER MITTELLAND UND JURA

EINE BADENFAHRT – ÜBER BADEN HINAUS

Seite 21, Keine Limmatschifffahrt: Zwischen Dietikon und Wettingen werden keine Limmatschiffe verkehren. Wegen befürchteten negativen Auswirkungen auf Umwelt und Grundwasser hat das Bundesamt für Verkehr eine Konzession abgelehnt.

Seite 23ff, Blume Baden: Das historische Badehotel wird neu von den Gebrüdern Silvio und Patrik Erne geführt. Tel. neu 056 2000200. Der Eintritt ins Privatthermalbad ist für Hotelgäste gratis, Passanten zahlen 14 Fr.

Seite 26f, Bottas Neubauten in Baden: Seit 2012 ist das Thermalbad Baden geschlossen. 2015 hätte das neue, von Mario Botta gebaute Thermalbad eröffnet werden sollen, zusammen mit dem ebenfalls von Botta neu gestalteten Bäderhotel Verenahof (künftig auch Rehaklinik). Wegen den Auflagen der Denkmalpflege hätte Botta im Sommer 2014 den Bettel beinahe hingeschmissen, zudem stieg die CS als Investor aus. Doch der Stararchitekt liess sich umstimmen. Neu gilt: 2017, also mit zwei Jahren Verspätung, sollen Bottas Bad und Verenahof wieder offen sein. Warten wir ab.

In Zurzach ist die gegebene Lektüre Wolfgang Hafners »Wie Verena zur Heiligen wird – Wegspuren einer Thebäerin entlang der Aare« (Rex Verlag Luzern). Fazit: Über die Heilige ist herzlich wenig bekannt. Umso mehr erstaunt die beachtliche Wirkungsgeschichte, die Hafner nachzeichnet.

BÄRLAUCH UND KIRSCHENBLÜTEN – RAMSACH & BUBENDORF

Seite 47, Bad Ramsach: Der  im Buch genannte Preis für ein Doppelzimmer mit Frühstück gilt für zwei Personen und nicht, wie irrtümlich angegeben, pro Person (Feedback von Wandernden). – »In Bad Ramsach lernt man, sich schlank zu schlafen«, meldet die NZZ; googeln: nzz.ch ramsach traumkur

Seite 56f, Bad Bubendorf: Das Hotel wurde um- und ausgebaut.

UNS IST SO WOHL IN SALZ UND SOL'

Seite 61/73, Schweizerhalle: Schweizerhallte gehört zur Gemeinde Pratteln. – Die Reihe »Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik« widmete Carl Christian Friedrich Glenck 2009 eine Monografie.

Seite 70f, Rheinfelden: Hansjörg Schneider setzt in seinem jüngsten Krimi die Vorliebe für Bäder fort (vgl. »Bäderfahrten« S. 416f, Bad Neuwiller). »Der neue Hunkeler beginnt damit, dass Kommissär Hunkeler im Außenbecken des Solbades Eden in Rheinfelden liegt und Rückenbeschwerden kuriert. Er sieht einen seltsamen Taucher vorbei treiben. Es ist die Leiche eines alten, schwulen Kunsthändlers aus Basel.« Fortsetzung siehe »Hunkeler und die goldene Hand« (Amman Verlag, 2008).
Das Eden hat am Wochenende keine Spezialpreise mehr. Günstige Wochenendpreise offeriert  das Hotel Schützen, hotelschuetzen.ch

EINST SCHIFFBAR, HEUTE WANDERBAR – YVERDON LES BAINS

Seite 80, Yverdon:  weiteres Stadthotel: ***du Théâtre (ehemaliges Patrizierhaus), Tel. 024 4246000, hotelyverdon.ch – 2009 erhielt Yverdon-les-Bains den Wakker-Preis des Schweizer Heimatschutzes. Dieser hat dazu das Faltblatt «Baukultur entdecken/Yverdon- les-Bains» herausgegeben.

Seite 81, Eclépens: 2006 entdeckten Archäologen über einem künftigen Abbaugebiet der Holcim ein Helvetier-Heiligtum, das sie als «Fund von europäischer Bedeutung» einstufen. In einer Notgrabung retteten sie, was unter Zeitdruck zu retten war. (NZZ 7.11.2006)

Seite 85, Canal d’Entreroches: Zum Canal d'Entreroches ist bei heimatschutz.ch gratis das informative Faltblatt »Baukultur entdecken – Canal d'Entreroches« erhältlich.

VORALPEN UND ALPENRAND

IM LAND DER MOLKEN – HEIDEN & GAIS

In Heiden gibt es die Pension Nord und leider auch die Buchhandlung Libresso nicht mehr. – Das Restaurant Mineralbad in Unterrechstein ist wieder offen. Das Bad Unterrechstein ist um ein Außenbad, eine Kräuterwassergrotte und eine Eiswassergrotte erweitert worden.

In Gais kann man im Falken weiterhin günstig übernachten, aber leider nicht mehr im blauen Zimmer. Preise 2014: DZ ohne Frühstück 100.00, DZF 120.00. Weitere Adressen: zur Krone, am Platz, krone-gais.ch, und der Hirschen an der Strasse Richtung Stoss; hirschen-gais.ch – Gourmets werden in der Truube (Telefonbuch: Traube, keine Zimmer) hängen bleiben (truube.ch). – Die Grafiksammlung Alt Gais im Haus Blume am Dorfplatz Gais gibt einen guten Einblick in die Geschichte des einst berühmten Molkenkurortes (eingeschränkte Öffnungszeiten).

Weissbad: Das Gasthaus Gemsle wurde durch einen Brand zerstört. – Das gut geführte Hotel Weissbadbrücke schloss an Pfingsten 2013 für immer, schade. Leider fanden sich keine Nachfolger aus dem Gastrobereich. Nun werden anstelle des Hotel/Restaurants Wohnungen gebaut.

UND DIE ERDE BEWEGT SICH DOCH – STACHELBERG

Seite 133, »Projekt Stachelberg«: Das Alpen-Resort Stachelbergbad in Linthal, in das lokale Investoren 16 Millionen investieren wollten, bleibt wohl ein Traum. Letzer Gruss auf der Website: »Die Zeit ist noch nicht reif für ein grosses touristisches Resort in Linthal.«

Seite 136f, In der Tierfed tut sich was: Das Hotel Tödi ist geschlossen, die Umgebung ein riesiger Bauplatz, siehe axpo.ch > Ausbauprojekt Linth-Limmern – Im Bordell bei der Grossbaustelle liegt der Besitzer in seinem Blut, Cindy, die thailändische Geschäftsführerin, ist abgetaucht, und was tut ihr Ehemann Jack, der ehemalige Senn, in der Zigerfabrik in Glarus? Liest man im Krimi »Tierfehd« (Südostschweiz Buchverlag, Chur 2013) der Ärztin Christine Gubler, die das Hotel Tödi an die Axpo verkauft hat.

VOM FÖHNTAL INS KLÖNTAL

Seite 150, Richisau: Das Gasthaus Richisau wird neu von Annamarie und Kurt Leuzinger geführt.

SONNENAUFGANG, BÄDERUNTERGANG

Seite 161/166: Das Hotel des Alpes (eine halbe Stunde oberhalb Rigi-Klösterli) ist geschlossen.

Seite 166, Rigi Kaltbad mit Bottas Bad: Mario Bottas neues  Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad ist seit Mitte 2012 in Betrieb.

GLASHÜTTEN UND SCHWEFELBÄDER

Seite 180, Kurhaus Flühli erneut zu: Das Kurhaus Flühli ist erneut geschlossen. Die lokale Raiffeisen-Bank, der das traditionsreiche Haus seit einem Konkurs gehört, sucht weiter einen Käufer.

MARIA WIRDS WOHL RICHTEN – LUTHERNBAD

Seite 203: Das Roggengratbad ist neu gebaut, aber in der Zwischenzeit wieder geschlossen.

BÜRGER, BAUER, KNECHT

Seite 227f, Weissenburg: Ein eigens gegründeter Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Ruinen des Thermalbads Weissenburg zu sanieren und der Nachwelt zu erhalten. Die Finanzierung ist weitgehend gesichert, der Archäologische Dienst des Kantons begleitet die Arbeiten im Sommer 2014. Die Burgergemeinde Bern, der das Grundstück gehört, hat mit dem WWF vereinbart, ein Naturwaldreservat auszuscheiden.

Seite 230f, Schwefelbergbad: Nach 44 Betriebsjahren hat die Familie Meier das Viersternhotel im Herbst 2012 an den Bauunternehmer Peter Ammann aus Hilterfingen verkauft. Seither ist das Haus geschlossen; es soll unter Wahrung der traditionsreichen Fassade für zwei Millionen Franken saniert werden. Allerdings ziehen sich Bewilligungsverfahren und Umbau in die Länge. Derzeit (Sommer 2014) ist noch nicht bekannt, wann das Hotel wiedereröffnet wird.

 

ALPEN UND ALPENSÜDSEITE

MOORSEE, FREIBAD, ARSENWASSER

Seite 251, brauner Architekt: In Zuoz baute auch Hitlers Architekt Roderich Fick: Ueli Fischer, selber Architekt, leuchtet im Heft 4/2010 des »Bündner Monatsblatts« eine spannende Facette der Zuozer Architekturgeschichte aus. Aus der Einleitung: »Anfangs der 1930er Jahre kreuzen sich in Zuoz die Wege zweier bedeutender Architekten. Nicolaus Hartmann jun., verkörpert ein halbes Jahrhundert Bündner Wirtschafts- und Architekturgeschichte. In derselben Zeitspanne rutscht Roderich Fick ins Zentrum der nationalsozialistischen Macht« – und ein unauffälliger Neubau in Zuoz führt die beiden zusammen. Bestellungen:  redaktion@buendner-monatsblatt.ch

Seite 251, Tarasp-Odol: Zum früheren Schloss-Tarasp-Besitzer ist eine Biografie erschienen: Walter A. Büchi: Karl August Lingner. Das grosse Leben des Odolkönigs. Edition Sächsische Zeitung, Dresden 2006, Fr. 29.90.
2011 ist von Kathrin Mischol erschienen: Mineralquellen im Unterengadin, 214 S., 48.70 Fr. Bezugsquellen: Apoteca Engiadinaisa und Stöckenius in Scuol, Kulturzentrum Nairs. Und in Bibliotheken. – Sorgfältig recherchiert und reichhaltig illustriert, sowohl historisch wie aktuell.

Seite 252, Castell Zuoz: Das Castell in Zuoz wurde von den Architekten Ben van Berkel und Hans-Jörg Ruch im Jahr 2004 umgestaltet. Das Hotel, Drehort des Films »Der Teufel von Mailand«, wird nun von Melanie und Silvan Auf der Maur geführt.

Seite 256f, Villa Engiadina: Das Hotel ist seit 2013 geschlossen.

Seite 265, Vna: Ab November 2015 ist das Piz Tschütta in Vna kein Hotel mehr, sondern ein Seminar- und Ferienhaus. Weiterhin in Betrieb ist die Pension Arina

Seite 266, Tschlin: Das Hotel Macun in Tschlin wird von Barbara Freimann Janett und Georg Janett geführt.
In Tschlin wird seit 2005 ein süffiges Bio-Bier gebraut. Man blicke ins Glas oder in die Website bieraengiadinaisa.ch
Für dieses Projekt wurde Tschlin von einer internationalen Jury zur »Gemeinde mit Zukunft« des Jahres 2005 ernannt.
2011 ist der Schweizerische Kunstführer »Tschlin« von Marc Antoni Nay erschienen. Das 44-seitige Bändchen ist im Buchhandel erhältlich oder bei gsk.ch.

SCHWITZEN IM BERG VON BORMIO

Seite 272, Fraéle: Das Ristoro Val Fraéle hat die Telefonnummer 0039 0342 902459, die Mailadresse lautet
giacomo-martinelli@libero.it. (Die im Buch angegebene Nummer ist das Taltelefon der Hoteliersippe Martinelli.)

Seite 276f, Bagni di Bormio: Nach langjährigem Warten ist es soweit. Das Fünfsternhotel Bagni Nuovi ist seit Dezember 2003 offen. Die Bagni Vecchi kommen neu als Viersternhaus daher (und ohne den unsäglichen Zusatz »Château les Bains«). Für Gäste der Bagni Vecchi wird das Abendessen inzwischen wieder oben, im gemütlichen Speisesaal der Bagni Vecchi, serviert (Feedback von Wandernden)
Von den Bagni Nuovi geht es zu Fuss wie folgt weiter: Richtung Bormio: neben der ehemaligen Dependance Vette Alpine hinunter zur Talstrasse und dann leicht versetzt auf der via Similiore wie beschrieben weiter (oder, ausserhalb der Vegetationszeit, auch über die Wiesen direkt zum ockerfarbenen Geviert des alten Soldatenfriedhofs). Nach der Kirche San Gallo wurde entlang der Strasse ein Fussgänger- und Veloweg eingerichtet. Man kann aber auch einen weiteren halben Kilometer ausweichen: den Feldweg unterhalb des San-Gallo-Friedhofs nehmen und an einer Reihe von Ferienhäusern vorbei zur Bar des Golf Clubs (wieder oben bei der Strasse).
Richtung Valdidentro: neben der ehemaligen Dependance Vette Alpine hinunter zur Talstrasse und dann rechts auf der Via Pliniana bis zur Addabrücke.
In Bormio findet man bei Carla Pradella an der Via de Simoni 30 eine reichhaltige Auswahl an Büchern zur Geschichte und Kultur der Region.

Seite 276f, Bormio: Die Bagni Vecchi und Nuovi gehören (nach sanftem Druck der Banken) seit 2008 dem Comasker Immobilienhändler Pompeo Rocchi.

AUS DER DAVOSER LUFT INS RAGAZER WASSER

Seite 288, Schatzalp: Die neuen Schatzalp-Besitzer Pius App und Erich Schmid, zwei einheimische Unternehmer, möchten durch die Basler Architekten Herzog und de Meuron einen 28-stöckigen, 105 Meter hohen Turm mit viel Eigentumswohnungen und ein paar Hotelzimmern bauen lassen – und so eine Renovation des Jugendstilhotels quersubventionieren. Die Davoser Stimmberechtigten gaben mehrheitlich grünes Licht, doch fehlen die Investoren für das 160-Millionen-Projekt nach wie vor.

Seite 288, Schatzalp Nostalgie-Skilift statt Renommier-Turm: Um das Turmprojekt von Herzog & de Meuron ist es anhaltend still. Hingegen läuft der alte Bügellift Schatzalp–Strela seit der Wintersaison 2010 wieder: garantiert gleich langsam wie früher und garantiert mit Naturschnee. Vielleicht lässt sich mit Nostalgie und Entschleunigung eher Geld verdienen als mit einem Turmbau zu Davos.

Seite 290, Bad Serneus: Litauische Investoren haben das geschlossene Schwefelbad im Sommer 2006 gekauft. Seit Ende 2006 sind Hotel und Bad wieder offen. – Kurhotel und Bad werden neu vom Litauer Sigitas Godelis geführt.

Seite 292, Sunnibergbrücke bei Serneus Bad: Die ungemein elegante Brücke von Christian Menn wurde im Dezember 2005 eingeweiht. Ein Artikel von »Hochparterre«-Chefredaktor Köbi Gantenbein in der Baubeilage der »Südostschweiz« schliesst mit folgendem Hinweis zum Unwetter vom Spätsommer 2005: »Die Gesetze der Physik gelten nicht nur für Bau und Form der Brücke, sondern auch für ihren Zweck: je mehr Komfort für Autos, desto mehr Autos. Je mehr Autos, umso wärmer das Klima. Je wärmer dieses, umso mehr Unwetter. Im August ging es dem Denkmal noch glimpflich. Von der sechzehn Meter tiefen Erde, in denen die Pfähle des Denkmals stehen, nahm der Unwetterfluss nur zehn Meter mit.«

Seite 292-302, »Sensationell guter« Rätikon-Führer: Unsere Etappen 16B und 16C führen durch das Rätikon, zu dem François Meienberg den Naturpunktführer »Hinauf ins Rätikon« geschrieben hat. Pit Wuhrer, ein intimer Kenner der Region, schreibt in der WOZ vom 27.5.2010: »So richtig verstanden habe ich das Rätikon, die Talschaften, die Menschen und ihre Geschichten trotz meiner vielen Touren erst bei der Lektüre von François Meienbergs sensationell gutem Buch  "Hinauf ins Rätikon". Meienbergs grosse Leistung ist, die Wanderungen so anregend zu beschreiben, dass der eine oder die andere vielleicht doch mal einen Schritt über die Grenze im Kopf hinaus wagt.«

Seite 296, Seewis: Das Sadrein ist kein Hotel mehr.

Seite 300f, Bad Ragaz: Neues von der Arche Noah. Der Ochsen wird nur noch in reduziertem Umfang als Hotel geführt. Dafür hat sich zu Bambi und Löwen das Rössli gesellt (am Weg zum Kurzentrum gelegen): im Parterre ein komplett neu gestyltes, sehr angenehmes Restaurant mit einer hochattraktiven Weinkarte, dazu ebenfalls neu gestylte und nicht mehr ganz günstige Zimmer,

WASSERNIXEN AM HIMMEL, BADEMEKKA IM FELS – ANDEER & VALS

Seite 312f, Fravi: Der Badeeintritt ist nun im (höheren) Zimmerpreis inbegriffen. Seit Ende 2008 wird das Fravi von Reto Rey geführt.

Seite 318f, Vals bricht mit Zumthor: Die Gemeinde Vals hat das Hotel Therme an den 35-jährigen Immobilienunternehmer Reto Stoffel verkauft, der aus Vals stammt. Die Gemeindeversammlung entschied sich am 9.3.12 mit 287 zu 219 Stimmen deutlich für den Einheimischen mit schillerndem Leumund und gegen eine Investorengruppe um den 69-jährigen Peter Zumthor. Der Architekt, dem Vals Ruhm und Aufschwung verdankt, wurde damit in die Wüste geschickt.

Seite 318f, Im Frühling 2015 fliegen in Vals die Fetzen: Remo Stoffel und Pius Truffer wollen einen 380 m hohen Hotelturm bauen mit Suitenpreisen von 1000 bis zu 25'000 Franken pro Nacht. Staatsrechtsprofessor Rainer J. Schweizer, der die »Gruppe besorgter Bürger von Vals« berät, urteilt im Tages-Anzeiger vom 4.4.15: »Meiner Auffassung nach gehört der Verkauf der Therme zu den großen Korruptionsfällen in Schweizer Gemeinden, vergleichbar mit jenem im Leukerbad.« Der ehemalige Bündner Nationalrat Andrea Hämmerle schreibt in einem Leserbrief, »der Turmbau zu Vals« enthalte »alle Zutaten einer zünftigen Hochstapelei« und fordert einen Bonitäts- und Stresstest für Stoffel: »Es könnte ja sein, dass die Finanzlage des Investors seiner Projektidee entspricht: heisse Luft.«

Seite 323, Thema Mineralwasser: Inzwischen werden in der Schweiz pro Kopf jährlich rund 120 Liter Mineralwasser getrunken, siehe mineralwasser.ch. Den Spitzenplatz bei den einheimischen Abfüllern beanspruchen heute die Valser Mineralquellen, die nun Coca Cola gehören.

BERG UND BAD

Seite 328f, Faulhorn: Die ehemaligen Faulhorn-Pächter Christine Jucker und Hermann Inäbnit sindnun im »C & M« - wie Café und mehr oder auch Christine und Mändel - ander Dorfstrasse in Grindelwald zu finden.Auf dem Faulhorn wirtet seit 2003 S. Aenishänsli, auch im Winter. Wer,nicht faul, von der Seilbahn-Bergstation Grindelwald First in gut zweiStunden zu Fuss aufs Faulhorn steigt, kann nachher schier endlos zu Talschlitteln.

Seite 331, Variante Faulhorn-Rosenlaui: Wer lieber einsamer wandert, kann vom Faulhorn via Hagelseewli und Häxeseeli (so genau nimmt es Swisstopo mit den Mundartfärbungen) und den kleinen Pass Wart zur Schwarzwaldalp absteigen – etwas weniger nah an der Tourismusgeschichte, aber ebenfalls in einer sehr eindrücklichen Landschaft (Feedback von Wandernden).

WO DIE SCHWEIZ AM ENDE IST – IM HINTERSTEN ONSERNONETAL

Seite 342, Spruga, Capelan: Giovanna Friedli bietet keine Zimmer mehr an. Die Gruppenunterkunft Capelan kann auch für einzelne Nächte und individuell genutzt werden (Feedback von Wandernden).

Seite 345, Bagni di Craveggia: Die Fussgängerbrücke 200 Meter unterhalb der Bagni di Craveggia ist nun installiert.

Seite 348, Palazzo Gamboni, Comologno: Das Hotel wird heute von Alfredo Minoggio, Franco Remonda, Rita Remonda und Rita Studer geführt. Zur Geschlechterparität im Team kontrastiert der Faltprospekt des Hauses, der es fertig bringt, beim kulturellen Namedropping zur benachbarten Villa La Barca nur die drei Herren Elias Canetti, Max Ernst und Kurt Tucholsky zu erwähnen – und die berühmte Gastgeberin Aline Valangin zu unterschlagen.

Seite 352, Riserva Forestale: 2002 wurde die Riserva forestale Onsernone eingeweiht, das zweitgrösste Waldreservat der Schweiz.

Seite 352, Happy End für die Bagni di Craveggia: Das Projekt eines Stausees im italienischen Teil des Valle Onsernone ist begraben. Nun will die Comune di Craveggia in der ehemaligen Kaserne der Finanzieri eine einfache Herberge mit Schlafplätzen einrichten und die Bagni so sanieren, dass man sich ohne Angst vor einem Einsturz in die Badewanne legen kann.

DOMOS NASSES HINTERLAND – BOGNANCO, CRODO, LONGIA

Seite 358ff, Domodossola: In Domodossola ist das Albergo Domus geschlossen, in Bognanco das Fonti e Milano.

Seite 370, Longa: Das Wildbad in Longia gibt es nicht mehr. Seit 2008 ist das neue Centro termale bei Cadarese von 10 bis 22 Uhr offen.

LEUKERWASSER, WALLISER SUONEN

Seite 387, Nicht absteigen: Inzwischen sind wir eine lohnende Variante zur Etappe 21C gegangen, ohne Abstieg nach Uvrier und noch konsequenter entlang der Bisses (plus 1 h): nach Punkt 1009 oben bleiben, um den Aussichtspunkt 1030 herum, später zur Liène-Brücke Punkt 690 absteigen, wieder seitentalauswärts zum Wasserschloss und ab hier konsequent entlang der Bisse de Claveau.

ZWISCHEN SÜMPFEN UND HÖHENLUFT

Seite 393, Ausgespielt: 2002 schloss das Casino von Saxon, da es nicht zu den neu konzessionierten Betrieben gehört. Dostojewskijs Abstürze im Casino Saxon würdigt Michail Schischkin in seinem literarisch-historischen Reiseführer »Die russische Schweiz« (Limmat Verlag, Zürich 2003).

 

WAS IN DEN BÄDERFAHRTEN FEHLT

Acquarossa: Werden die stillgelegten »Thermen von Acquarossa« zu neuem Leben erweckt? 2010 verkündete das Westschweizer Paar Ashoob Cook und Andreas Schweitzer, im Bleniotal bis 2013 ein Hotel- und Welnessprojekt realisieren zu wollen. Wir warten weiter.

Bagni di Masino: Diese liegen zwar in einem einsamen Nebental des Veltlins und damit etwas abseits der Schweiz (nicht in Kilometern, aber bezüglich Reisezeit). Der Ort ist so speziell, dass wir doch auf ihn aufmerksam machen möchten, siehe die Aktualisierungen bei den »Veltliner Fußreisen«. Oder: termemasino.com

Le Prese, Puschlav: Das ehemalige Badehotel Le Prese ist seit 2013 als sorgfältig renoviertes Viersternehaus wieder offen – ohne das bisherige Freibad; hotel-le-prese.com

Neuwiller: Die Neuwiller-Therme ist bis auf weiteres geschlossen. Siehe allenfalls dreyeckland-spa.com

Samedan: Das neue  »Mineralbad« Samedan ist direkt an die Kirche gebaut. Man badet und schwitzt sich über drei Stockwerke zum offenen Bad auf dem Dach hoch (keine Nacktzonen).

Tenigerbad: xxx

Zürich, Hürlimann-Areal: In der ehemaligen Zürcher Brauerei Hürlimann kann man heute im Thermalbad & Spa Zürichgediegen baden: in riesigen Bottichen in den Kellergewölben und aussichtsreich auf dem Dach. Das Bad gehört zur gleichen Gruppe wie das Mineralbad Samedan und das Botta-Bad auf Rigi Kaltbad.