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Titelbild: Schüttelbrot und Wasserwosser

Schüttelbrot und Wasserwosser

Wege und Geschichten zwischen Ortler und Meran

Ursula Bauer, Jürg Frischknecht

Südtirol – aber ein bisschen anders. Italienisch – und mehrheitlich deutschsprachig: der Vinschgau.
Spazieren an alten Waalen, dem Wasserwosser entlang.
Wandern durch trockene Sonnenhänge und über weite Alpweiden, auf Höhenwegen und durch Weinberge und Obstplantagen im Tal.
Bergwandern über hohe Pässe mit Tausenden von Schafen und frühen Alpinisten.
Flanieren in der Kurstadt Meran mit Kaiserin Sissi und viel Volk.
Das ist Wandern im Vinschgau.

Ein Wander- und Geschichtenbuch, ein Buch für Faulpelze und Weitwanderer, für Weintrinker und Gourmets.
Und ein Bilderbuch, mit drei Fotoessays von Marco Volken zum heutigen Vinschgau und vielen historischen Aufnahmen, die zeigen, was man nicht mehr sieht.
Das ist »Schüttelbrot und Wasserwosser«, das siebte Wanderlesebuch der beiden Genusswanderer Bauer & Frischknecht.

  • 356 Seiten
  • Mit Bildgeschichten von Marco Volken und einem Serviceteil.
  • ISBN 978-3-85869-447-8
  • 2. Auflage 2012
  • CHF 36.00 | EUR 33.00
  

Inhalt und Leseprobe

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SCHÜTTELBROT UND WASSERWOSSER (VINSCHGAU SÜDTIROL) – AKTUALISIERUNGEN

Für Rückmeldungen, Korrekturen und Hinweise aller Art sind wir dankbar. Bitte schicken Sie alle festgestellten Veränderungen an: bauerfrischknecht@bluewin.ch Oder benützen Sie unser Forum Vielen Dank!

Hier finden Sie von den Autoren betreute Aktualisierungen zu den beiden Auflage 2011 und 2012, letztmals aktualisiert im August 2015.

ZUM AUFTAKT HOCH HINAUS – ZUGANGSWANDERUNGEN

Seite 26, politische Farbenlehre: Hoppla. Da haben wir Helmuth Raffeiner zu wenig genau zugehört. »Lieber tot als rot-weiß-rot«, müsste es heissen. Was nicht auf Tirol gemünzt war, sondern auf das heutige Österreich.

Seite 33ff, Altfinstermünz: Die Festungsanlage ist restauriert und von 11–16.30 Uhr zugänglich (außer Montag, Eintritt 5 Euro, Kinder bis 14 gratis): der Wohnturm mit erstaunlich gut erhaltenen Räumen, der Wachtturm samt Wehrgang, ein 35 m langer ziemlich steiler unterirdischer Felsgang, zur Geschichte des Orte eine Filmprojektion auf die Wand einer riesigen Felshöhle usw. Kurzum: lohnend, besonders für Familien. Ein einfaches Restaurant bietet Verpflegung, und ein Shuttle fährt Wanderfaule hinauf nach „Nauders Hochfinstermünz“ (Haltestelle des österreichischen Busses, ist auf sbb.ch erfasst). Zu Fuß sind es 30 Minuten. – Der Wanderweg Richtung Nauders präsentiert sich noch gleich wie im Buch beschrieben.

Seite 35, Restaurant Weinberg, Vinadi: Das Restaurant ist 2014 geschlossen; die Zukunft ist ungewiss.

Seite 47, Reschenquelle: Die Bunkeranlage bei der Reschenquelle wurde hergerichtet. Von Reschen kommend kann man kurz vor der Quelle den unteren Weg nehmen und kommt so an verschiedenen Schießscharten vorbei. Der obere (Rück-)Weg ist der Auftakt des Vinschger Höhenwegs. Infos über Bunker- Führungen: bunker.reschenpass.it

Seite 70: Die Schmuggler kamen bei der Klenganstalt vorbei, romanisch Clenga (nicht Clengia), und bei den Guadhöfen (nicht Quadhöfe).

Seite 82, Nationalpark Stilfserjoch: Es kam anders. Weil Staatspräsident Giorgio Napolitano seine Unterschrift nicht unter den Beschluss der Regierung Berlusconi gesetzt hat, kann Südtirol seinen Parkanteil nicht autonom verwalten.

Seite 97: Das Foto auf S. 97  zeigt den Schwemmkegel von Tarsch bei Latsch (nicht Tartsch).

 

VINSCHGER HÖHENWEG

Seite 104ff: Einst ein legendäres Arunda-Heft, dann jahrelang vergriffen, wurde Hans Wielanders »Sonnenberg« vom Tappeiner-Verlag neu herausgegeben; ISBN 978-88-7073-641-0. Ein gutes Geschenk, um Freunde für den Vinschgau anzufixen.

Seite 129: Der Wanderweg vom Schloss Juval ins Schnalstal hinein ist wegen Rüfengefahr nicht mehr begehbar; er wird auch nicht mehr instand gestellt. Was tun? Vom Schloss Juval zum Bushalt Abzweigung Schnalstal (beim Bauernladen) absteigen. Mit dem Bus 261 bis Katharinaberg fahren und auf dem Meraner Höhenweg weiter. Oder: Vom Bauernladen zirka 1 km Richtung Naturns gehen, mit der Seilbahn nach Unterstell fahren und dort in den Meraner Höhenweg einsteigen.

Seite 147ff, Kronbichler in Rom: Bei den Wahlen 2013 eroberte Florian Kronbichler, unser Interviewpartner in Schüttelbrot und Wasserwosser, einen Sitz für die Südtiroler Grünen im Abgeordnetenhaus, der grossen Kammer des italienischen Parlaments. Die andern 5 Südtiroler Abgeordneten gehören der Südtiroler Volkspartei SVP an. – Bei den  Landtagswahlen holte die Südtiroler Volkspartei SVP nur noch 17 Sitze, 1 weniger als bisher und damit 1 zu wenig für die absolute Mehrheit, über die sie seit 1948 verfügte. Gleichzeitig endete die Ära von Landeshauptmann Luis Durnwalder, der nicht mehr kandidierte.

DIE ORTLER-PARADE – WEIßE GIPFEL, WEIßER MARMOR

Seite 155, Trafoi: Trafoi hat wieder einen Lebensmittelladen: Golmarket – Dorfladele (auch am Sonntag offen).

Seite 159, Heilige Drei Brunnen: Eine lohnende Dreistunden-Wanderung bietet der Weg Nr. 9: entlang von Quellen, die aus dem Fels hervorsprudeln, genauer: von Bächen, wenn es kräftig geregnet hat. Einen mächtigen Wasserfalls »hintergeht« man.Seite 162, Kiosk Sulden: Zeitungen (auch die NZZ) findet man in der Bar des Hotels Julius Payer (unten beim Bach).

Seite 191, Laaser Marmorwerke besichtigen: Die Marmorplus Genossenschaft sowie Vater und Sohn Waldner bieten zahlreiche Möglichkeiten an, das Werk der Laso Marmo, die Schrägbahn und interessante Gebäude kennenzulernen – von Ende März bis Oktober und in der Hauptsaison jeden Tag. – Die Lasa Marmo hat 2011 den prestigeträchtigsten und grössten Auftrag ihrer Geschichte an Land gezogen: Für Santiago Calatravas Super-U-Bahnhof beim New Yorker Grund Zero wird die Lasa bis 2015 20'000 Kubikmeter Nuvolato-Marmor in rund 100'000 Teilen liefern, für rund 15 bis 20 Mio Dollar. – Reportage zum Laaser Marmor: Südtiroler Medienpreis 2012: googeln mit nora reinhardt dallas südtirol

Seite 191,  Übernachten in Laas: Ebenfalls zu empfehlen ist das Garni Café Rosi (beim Bahnübergang), ZF 24–29 Euro, Tel. 0473 626373, caferosi@gmail.com

DIE ÖTZTALER-PARADE – BILDSTÖCKL UND TAUSEND SCHAFE

Seite 246ff, Schafübertriebe: Daten der jährlichen Schafübertriebe: googeln mit schnalstal.com schafübertriebe – Der frühere Schäfer Philip Rainer ist nach Kärnten gezogen.

Seite 283: Das Foto oben zeigt den Hof Waldenthal (nicht Pernui).

Seite 327, Bauersleut Pohl: Es freut uns natürlich, dass unser Interviewpartner Heiner Pohl vom Marinushof (Marein/Kastelbell) für seine Weine und Edelbrände 2014 bei Verkostungen bereits zwei Mal Spitzenplätze belegte. Bei der Prämierung der besten Blauburgunder Italiens in Montan (Südtirol) stammten 3 der besten 10 aus dem Vinschgau, wobei Heiner Pohl den 4. Platz belegte. Bei einer internationalen Edelbrandmeisterschaft erzielte Pohls Marillendestillat die Bestnote »Höchste Qualität«.

 

DIE CLASSIC – UNSERE ÄLTESTE BEKANNTE

Seite 292, Rucksackbuch: »Ich Wolkenstein« liegt nun in der deutlich umfangreicheren Neuausgabe vor – »weil das bisherige Bildnis des Wolkenstein übermalt werden musste«. Der schillernde Ritter ist noch schillernder geworden.

Seite 305, Alternativen zum Ortlerblick: In Gschnair (auch Gschneir, Gemeinde Schluderns) bietet sich als Alternative zum Ortlerblick neben dem Birkenhof auch das Agriturismo Messmer/Pali-Hof an, ZF 26 Euro, mit HP 37 Euro, Tel. 0473 615010, info@palihof.com, palihof.com (Feedback von Wandernden).

Seite 317ff, Vinschgerbahn: Die höchst erfolgreiche Bahn soll noch in diesem Jahrzehnt elektrifiziert werden. Politisch ist das beschlossene Sache. Noch ausstehend ist die formelle Finanzierungszusicherung. Für die Passagiere wird die Fahrt mit der Vinschgerbahn künftig angenehmer, und wer in Meran weiter südwärts fahren will, muss nicht mehr umsteigen.

Seite 321, Keine neue Bahnlinie nach Mals: Der Traum einer Engadin–Mals–Bahn ist geplatzt. 2012 schenkte der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder klaren Wein ein: »In den nächsten zehn Jahren ist sicher nicht mit dem Bau dieser Linie zu rechnen.« Und die Bündner Regierung favorisiert eine schnellere Verbindung von Chur nach Zürich.

Seite 342, Hotel Terme: Die Bar (nun »Zedern-Cedri« genannt) ist zu einer Art Orangerie erweitert worden, mit Blick auf die großen Zedern draußen. Ein stimmungsvoller Apero-Ort beim Eindunkeln.

Seite 342, Buchantiquariat Unterberger: Das Antiquariat befindet sich nun in der empfehlenswerten Buchhandlung Alte Mühle (1. Stock).

Seite 343, Meraner Waalrunde: Es lässt sich nicht nur »Flanieren in Meran«, sondern in der Umgebung der Stadt auf der neu ausgeschilderten »Meraner Waalrunde« auch tagelang wandern. »Ganzjährig begehbar«, wirbt  meranerland.com. Wir relativieren: Das gilt für die Sonnenseiten. In Schattenlagen können die Wege im Winter mitunter vereist sein. Am schönsten ist die »Waalrunde« im frühen Frühling. – Eine informative Broschüre mit Routen und Zeiten kann per Brief (mit Fünf-Euro-Schein und Adresse) bestellt werden bei: Tourismusverein Naturns, Rathausstrasse 1, IT 39025 Naturns.

Seite 347, Wolkenstein: Dass sich Oswald Wolkenstein auf unserer allerletzten Buchseite zum Oskar mausert, ist nicht seinem schillernden Wesen zuzuschreiben, sondern unserer Unachtsamkeit. Kein Oskar für diesen Oskar.

SERVICE-INFOS

Seiten 350ff:

Fahrpläne: Telefonische Auskunft in Südtirol über die Nr. 840 000 471, aus dem Ausland 0039 0566 76234
Das aktuelle Fahrplanbüchlein als PDF findet man auf der Startseite von sii.bz.it

Website der Ferienregion Vinschgau: vinschgau.net

Billette vor dem Einsteigen entwerten: In der Vinschgerbahn gibt es keine Billettautomaten und keine Entwerter mehr. Fahrscheine müssen vor der Abfahrt gekauft und abgestempelt werden, neu in den kleinen blauen Kästchen am Bahnhof und bei den Bahnsteigen.

Taxis am Bahnhofplatz Meran: Tel. 0473 447700 (nicht 447000).

Hotels buchen: Buchungsplattformen können nützliche Findmittel sein: Welche Hotels gibt es in einem Ort? Danach empfiehlt sich aus zwei Gründen eine direkte Buchung beim Hotel. 1. sind die Preise ohne Umweg über mitkassierende Plattformen oft günstiger. 2. verfügen Hotels oft noch über freie Zimmer ausserhalb der Kontingente, die sie über Plattformen bewirtschaften.