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Titelbild: Veltliner Fußreisen

Veltliner Fußreisen

Zwischen Bündner Pässen und Bergamasker Alpen

Ursula Bauer, Jürg Frischknecht

Alle kennen den Veltliner Wein. Aber nur wenige das Veltlin, das fast so gross ist wie das Wallis und so südlich wie das Tessin. Als erstes deutschsprachiges Buch seit über hundert Jahren beschreibt »Veltliner Fussreisen« Wanderungen in allen Gebieten der italienischen Grenzprovinz, die sich 1797 von jahrhundertelanger Bündner Herrschaft löste.
»Veltliner Fussreisen« liefert auch Ideen und Esstipps für lange Wochenenden in den Alpenstädtchen Chiavenna, Morbegno, Sondrio, Tirano und Bormio – Ausflugs- und Wanderziele für alle Jahreszeiten.
»Hintergründiges« zur Gegend begleitet die 37 Etappenbeschriebe.

  • 387 Seiten
  • ISBN 978-3-85869-349-5
  • 4. überarbeitete Auflage
  • CHF 19.90 | EUR 17.50
  

Inhalt und Leseprobe

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VELTLINER FUßREISEN – AKTUALISIERUNGEN

Für Rückmeldungen, Korrekturen und Hinweise aller Art sind wir dankbar. Bitte schicken Sie alle festgestellten Veränderungen an: bauerfrischknecht@bluewin.ch Oder benützen Sie unser Forum Vielen Dank!

Hier finden Sie von den Autoren betreute Aktualisierungen zur 4. Auflage 2010, letztmals aktualisiert im August 2015.

PUBLIKATIONEN, UNTERKÜNFTE

»I Geositi della Provincia di Sondrio« präsentiert anschaulich  natur- und kulturgeschichtliche Landschaften in der Provinz Sondrio, darunter rund ein Dutzend, an denen die »Veltliner Fußreisen« vorbeiführen: Download 

Val Livigno, Val Malenco, Val San Giacomo: Der frühere Bündner Denkmalpfleger Diego Giovanoli hat 2009 ein Hausinventar vorgelegt, das ein halbes Jahrtausend abdeckt und neben den italienischsprachigen Bündner Tälern (Puschlav, Bergell, Misox, Calanca) auch drei lombardische Talschaften (Val Livigno, Val Malenco und Val San Giacomo, heute meist Valle Spluga genannt) umfasst. Sie bauten Häuser, nennt Giovanoli sein Buch lapidar: »Facevano case. 1450–1950«.

Hotels buchen: Buchungsplattformen sind mitunter willkommene Findmittel: Welche Hotels gibt es in einem Ort? Danach empfiehlt sich eine direkte Buchung beim ausgewählten Hotel, aus mindestens zwei Gründen: 1. sind die Preise ohne den Umweg über die satt mitkassierenden Plattformen oft günstiger; 2. verfügen Hotels oft noch über freie Zimmer ausserhalb der Kontingente, die sie über Plattformen bewirtschaften.

VELTLINER TALWANDERUNG TIRANO–COLICO

Seite 44, Berbenno: Die Trattoria Bellavista vermietet keine Zimmer mehr. Das Traversi erlebte ich ausgebucht. Empfehlenswert ist das Agriturismo La Singèla, Mobile 348 305 47 46, www.lasingela.it  Als Einzelperson zahlte ich für Zimmer/Frühstück 35 Euro. (Feedback einer Wandererin)

Seite 53, Dazio: Das Coppa hat die Hand gewechselt (und hat keine Katzen mehr). Hier zahlte ich für Übernachtung/Frühstück 60 Euro. Tel. 0342 650156, albergoristorantecoppa.it (Feedback einer Wandererin)

Seite 56, neues Agriturismo in Ardenno: Keine fünf Minuten von der Hängebrücke liegt das sympathische Agriturismo „Le Case dei Baff" (Via Mulini 19, Tel. 0342 661045). Wegbeschreibung, vom Hotel Culmine aus: Via Calchera (Alimentari linker Hand), die Straße macht eine leichte Linkskurve, nach dem Stopp in gleicher Richtung weiter, bis zum Ende der Via Repubblica. (Feedback von Wandernden)

Seite 70, von Colico gleich weiter auf den Domplatz von Mailand: Von Colico kann man nicht nur auf dem Sentiero Viandante weiter bis vor Lecco wandern, sondern in fünfeinhalb Tagen von Colico via Lecco bis nach Mailand. Die detaillierte Wegbeschreibung ab Colico findet sich in unseren Auswanderungen im Kapitel »We slipped down to Milan«. Wer im Winter unterwegs ist, nimmt von Colico nach Lecco am besten den Zug. Die verbleibenden drei Tage Lecco-Milano (entlang der Adda und des Martesana-Kanals) kann man zu jeder Jahreszeit machen, aussergewöhnliche Schneefälle vorbehalten.

DIE FÜNF ALPENSTÄDTCHEN

Chiavenna, Seite 89/90: Aus dem ehemaligen Elvezia ist das ***San Lorenzo geworden. – Bei schönem Sommerwetter lockt das neue Ristorante La Villa mit einem grossartigen Garten am Fusse des Paradiso-Felsens. Der Rosengarten in Soglio und der Villa-Garten in Chiavenna sind nach unserer Meinung die beiden schönsten öffentlich zugängigen Restaurant-Gärten der Region.

Morbegno, Seite 101–109, Flucht über den San Marco nach Morbegno: »Regina Zimet – die Anne Frank des Veltlins« (erschienen 2007 im Desertina-Verlag Chur) schildert die Flucht einer jüdischen Familie im Jahr 1943 über den winterlichen San-Marco-Pass nach Morbegno und ihren heimlichen Aufenthalt im Veltlin, aufgeschrieben von der damals 13-jährigen Regina.

Morbegno, Seite 118, Die Täler von Tartano: Die Webadressen der beiden Hotels von Tartano lauten: albergogranbaita.com, hotelvallunga.it

Sondrio, Seite 137: Das ****Grand Hotel della Posta (so der neue Name) in Sondrio ist nach einem Umbau wieder offen, mit deutlich stolzeren Preisen.

Von Viano nach Tirano auf der Via Valtellina, Seite 150: In den »Veltliner Fußreisen« schlagen wir für den Abgang nach Tirano die Route des Sentiero Italia vor. Besser ausgeschildert ist inzwischen die Via Valtellina – von Viano zum ehemaligen schweizerischen Zollposten und dann via Roncaiolo (Osteria) in die Altstadt von Tirano.

Tirano, Seite 155: Am Schalter im RhB-Bahnhof kann Gepäck eingestellt werden (5 Fr.). – Ist der Schalter im FS-Bahnhof geschlossen, sind Fahrscheine für die italienischen Züge in der Bar Stazione nebenan zu haben. – Der Busbahnhof (auch für das Postauto nach Poschiavo) liegt neu hinter den Geleisen an der Via Calcagno (durch die Unterführung gehen). – An der gleichen Straße liegt die Pension Al Giardino mit günstigen Zimmern, Tel. 0342 701723. Die Telefonnummer des Albergo *Gusmeroli lautet 0342 701338, jene des Albergo **Altavilla neu 0342 704009.
Tirano, Hotel ****Centrale: In der Altstadt (unweit der Kellerei Sertoli Salis) gibt es neu das Viersterne-Hotel Centrale.
Tirano, Abendspaziergang zur Santa Perpetua: Wenige Schritte unterhalb der Kirche führt ein kleiner Fußweg durch die Reben direkt zu einer neuen Fußgängerbrücke hinunter und zur Madonna di Tirano. Damit entfällt der von uns beschriebene Umweg über Ragna. – Man kann natürlich auf dem gleichen Weg auch zur Santa Perpetua aufsteigen.

Bormio: www.bormio.it

Bormio/Valdidentro, Bagni Vecchi: Das Hotel mit dem alten Bad ist inzwischen ein Viersternhaus mit entsprechend höheren Preisen.

Bormio, Seite 175: Im Hotelverzeichnis ist das **San Vitale nicht mehr aufgeführt.

Valdidentro, neues Rifugio Federico in Dosdé, Seite 182 und 190: Ein schönes Geschenk für die Weitwandernden auf unserer Route Bormio–Lago di Mezzola ist das neue Rifugio Federico in Dosdé auf der Alpe Dosdé (2129 m). Damit entfällt der Abstecher zum höher gelegenen Rifugio Viola. Die Etappe 15 verkürzt sich um eine Stunde, die Etappe 16 um drei Viertelstunden. Die neue Unterkunft wurde vom CAI Bormio initiiert, ist vom 20. Juni bis 20. September offen und verfügt über gut zwei Dutzend Plätze. Tel. 340 4680054 und 347 9021545, rifugiofederico.it  (Feedback von Wandernden).

 

FRISCH GEBADET IN DIE BERGE – RÄTISCHE ALPEN

Seite 190, Unterwegs & Etappenort: Bei der Alpe Dosdè (2129 m, it. 2133 m) steht seit ein paar Jahren das angenehme, von Adriano Greco geführte Rifugio Federico in Dosdè, Tel. mobile 340 4680054 und 347 9021545, rifugiofederico.it
Etappenort Malghera: rifugiomalghera.it

Seite 199ff, ****Le Prese wieder offen: Das restaurierte Hotel Le Prese wurde 2013 als Viersternehaus neu eröffnet;  Tel. 081 844 03 33, info@hotel-le-prese.com, hotel-le-prese.com (dort mehr zur jüngsten Geschichte des Hauses)

Seite 221, Rifugio Alpe Granda: Das angenehme Rifugio, das nach wie vor von der Familie Poletti geführt wird, hat eine neue Webadresse: rifugioalpegranda.com Tel. Rifugio weiterhin 347 7566960, Tel. Tal 340 8067617

Seite 224f, Zu Fuß von San Martino nach Bagni di Masino: Schöner und angenehmer als die in den »Veltliner Fußreisen« beschriebene Route finden wir inzwischen: Ab San Martino auf der Straße bis zum Campingplatz. Danach auf einer Fußgängerbrücke auf die orografisch rechte Seite und im Wald auf dem teilweise rot-weiß markierten Weg ansteigen. Weicher Boden, klarer Bach und schöne Tümpel. Später Straßenkurven schneiden (immer auf klar erkennbaren Wegen). Bei der auffälligen Tafel „16“ leicht versetzt über die Wiese weiter in der Falllinie ansteigen, entlang der Stromleitung. Man landet bei einem aufgegebenen Restaurant wieder auf der Straße. Auf dieser in 10 Min. zu den Bagni, entlang von riesigen, meist bemoosten Steinbrocken eines frühen Bergsturzes. Eindrücklich. Im Aufstieg 1 h, im Abstieg 45 Min.

Seite 230ff, Codera: Auf unserer Route (also von oben) erreicht man Codera heute auf einer Fahrpiste, in der Regel ohne jeden Verkehr.
Das Rifugio Osteria Locanda ist wieder ganzjährig geöffnet, in der Sommersaison auch das Rifugio Alpina. Beide werden von den Amici Val Codera betreut und sind über die gleichen Telefonnummern erreichbar: 0343 62037 oder 338 1865169.

Seite 238–241, Codera–Verceia, Präzisierungen zur Tracciolino-Strecke:
- Beim Punkt, wo man auf den Tracciolino stößt, kann man heute nur noch wenige Minuten taleinwärts (nicht unsere Richtung) gehen, weshalb das Trassee heute von Bikern kaum mehr benützt wird.
- Die Routenskizze im Buch zeigt die Variante via San Giorgio. Nach einer Viertelstunde auf dem Tracciolino stößt man auf den Weg San Giorgio-Cola. Hier steigt man zum Weiler San Giorgio ab und anschließend wieder zum Tracciolino hinauf.
- Man kann aber auch auf dem Tracciolino bleiben, was etwas kürzer ist. Die von uns noch als heikel bezeichnete Stelle zuhinterst im Val Revelas ist wieder problemlos zu begehen.
- Abstieg vom Tracciolino nach Verceia: stets den Wegweisern A2 beziehungsweise »Mulattiera Frasnedo« folgen (die paar Meter nach Querung der Straße jeweils etwas steil). So stößt man am oberen Dorfrand von Verceia auf die Kreuzung Via Serto/Via San Francesco. Halbrechts (San Francesco) geht es zum Bahnhof, nach links (etwas ansteigend und dann über den Bach) direkt zum Albergo ***Saligari und die Via Serto hinunter zum Al Sert: eine Dorfbeiz mit Spielsalon, ein gutes Restaurant (Eselbraten und weitere Leckereien, attraktive Weine), dazu unter dem gleichen Dach ein günstiges, einfaches Bed & Breakfast. – Das Hotel Barcaccia am See hat den Betrieb eingestellt.

LANGER MARSCH DURCH DIE BERGAMASKER ALPEN

Etappe 23, Piz Umbrail Santa Maria: Das Gourmetrestaurant ist laut Website »aus privaten Gründen geschlossen worden; eine Öffnung in absehbarer Zeit ist im Moment nicht geplant.«

Etappe 23: Das Rifugio Garibaldi auf der Dreisprachenspitze wurde 2010 renoviert; es hat nun neben dem Lager auch Zimmer.
Ein paar Fußminuten vom Stilfser Joch liegt das Berghaus Tibet, das ebenfalls Lager und Zimmer anbietet – und eine gute Küche. Gebaut wurde das Haus mit der eigenwilligen Architektur 1961, zur Eröffnung des (heute vor sich hin dümpelnde) Sommerskigebiets am Stelvio.
Auf dem Pass Umbrail führt das Berghaus Astras keine Zimmer mehr. Die *IV [Quarta] Cantoniera hat sich kaum verändert; mangels Alternative kommt sie weiterhin als Ausweichmöglichkeit in Frage.

Seite 249ff, Erster Weltkrieg: Die Homepage des Vereins Stelvio-Umbrail 14/18, der in der Gegend Themenwege und Infotafeln unterhält, findet man neu stelvio-umbrail.ch

Seite 277, La frana di Val Pola: Herausgegeben von der Tipografia Menghini in Poschiavo und von Pro Grigioni Italiano Valposchiavo ist ein reich illustrierter, zweisprachiger Erinnerungsband an den Bergsturz im obern Veltlin erschienen: »Valposchiavo-Valtellina. 1987-2007. L'alluvione senza confini. Hochwasser ohne Grenzen. Bestellungen: grigri@solnet.ch

Seite 362, Museo della Via Spluga: In Campodolcino gibt es das Museo della Via Spluga, ausser an Montag von 10-12 Uhr geöffnet

 

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