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Titelbild: Grenzschlängeln

Grenzschlängeln

Routen, Pässe und Geschichten. Zu Fuss vom Inn an den Genfersee

Ursula Bauer, Jürg Frischknecht

»Grenzschlängeln« ist ein ungewöhnliches Wanderbuch – geschrieben für Leute, die gerne lesen, wandern und essen.

Die 47 Routen dies- und jenseits der heutigen Landesgrenzen führen durch jenen Teil des Alpenbogens, den die Schweiz mit Österreich, Italien und Frankreich teilt.
Das Buch liefert Ideen für lange Wochenenden, für ganze Wanderwochen – oder gar für eine 47-tägige Fussreise von Samnaun nach Saint-Gingolph.
Zu jedem Tag präsentieren Ursula Bauer und Jürg Frischknecht eine historische, kulturelle oder aktuelle Geschichte. Und sie weisen auf Gasthäuser hin, in denen man besonders gut isst.

  • 435 Seiten
  • ISBN 978-3858691231
  • 5., vollst. überarb. u. aktualis. Auflage (2005)
  • Vergriffen!
  

GRENZSCHLÄNGELN – AKTUALISIERUNGEN

Für Rückmeldungen, Korrekturen und Hinweise aller Art sind wir dankbar. Bitte schicken Sie alle festgestellten Veränderungen an: bauerfrischknecht@bluewin.ch Oder benützen Sie unser Forum Vielen Dank!

Hier finden Sie von den Autoren betreute Aktualisierungen zur 5. Auflage 2010, letztmals aktualisiert im Juni 2015.

BUCH FINDEN, HOTEL FINDEN

Wo findet man »Grenzschlängeln«? Die 5. (und bisher letzte) Auflage von »Grenzschlängeln« (2005) ist vergriffen. Fündig wird man vielleicht bei: eurobuch.com, amazon.de oder zvab.com. Wenn  möglich die 5. Auflage 2005 kaufen. Hotelinformationen usw. sollten so oder so aktuell im Web kontrolliert werden.

Unterkünfte buchen: Buchungsplattformen können nützliche Findmittel sein: Welche Hotels gibt es in einem Ort? Danach empfiehlt sich aus zwei Gründen eine direkte Buchung beim Hotel. 1. sind die Preise ohne Umweg über mitkassierende Plattformen oft günstiger. 2. verfügen Hotels oft noch über freie Zimmer außerhalb der Kontingente, die sie über Plattformen bewirtschaften.

Die nachstehenden Aktualisierungen präsentieren wir in 8 Teilstrecken. Dabei haben wir darauf geachtet, dass Anfang und Ziel dieser Teilstrecken mit Bahn oder Bus gut erreichbar sind.

1 SAMNAUN – 8 POSCHIAVO

Anreiseübernachtungen: in Scuol in der bahnhofnahen modernen Jugendherberge / in Samnaun-Laret im nostalgischen ***Laret  /
in Samnaun Ravaisch im smart-hotel (modern, gut, günstig) oder im ***Sonnenhotel Soldanella-Sonneck, am Auftakt der Etappe 2.

Etappe 3, S. 36f, Hof Zuort: Die Stiftung Mengelberg hat die Liegenschaften in Zuort 2010 an den prominenten St. Moritzer Arzt Dr. med. Peter R. Berry IV verkauft.  Der aufwändig restaurierte Hof [zuort.ch] ist nun ganzjährig geöffnet; Mitglied der Swiss Historic Hotels.

Etappe 4, Thema Bär und Bock: 2005 und 2006 kamen die Bären zurück, auch in die Täler des Nationalparks. Aktueller Stand: nationalpark.ch/snp.html

Etappe 4, Val-d'Uina-Schluchtweg: Zum 100-jährigen Jubiläum des Uina-Schluchtwegs hat Cla Rauch eine reich illustrierte Broschüre mit romanischen und deutschen Texten verfasst: 1910–2010. 100 ons senda dal Quar in Val d'Uina, für 20 Fr. zu beziehen beim Tourismusbüro von Sent, Tel. 081 8641544.

Etappe 5, Piz Umbrail Santa Maria: Das Gourmetrestaurant ist laut Website »aus privaten Gründen geschlossen worden; eine Öffnung in absehbarer Zeit ist im Moment nicht geplant.«

Etappe 5, Aussteigen nach Meran: Wer vom Grenzschlängeln schon genug hat und die Schweiz verlassen möchte, wird in Müstair in Versuchung geführt: In sechs gemütlichen Tagen kann man via Mals nach Meran wandern. Wir beschreiben diesen Talweg in zwei Varianten in unseren Auswanderungen (»Wer die Wahl hat, wählt den Waal«) und im Vinschgau-Wanderlesebuch »Schüttelbrot und Wasserwosser« (Die Classic, unsere älteste Bekannte).

Etappen 6 und 7, Livigno: Zwei Schweizer Postautolinien bedienen inzwischen vom Berninapass und von Zernez aus Livigno, siehe Fahrplanfelder 90.705 und 90.815 auf fahrplanfelder.ch

Etappe 8, Unterwegs: Die Webadresse des Rif. Malghera lautet: rifugiomalghera.it

9 POSCHIAVO – 13 CHIAVENNA

Etappe 9, Übernachten in Selva: Ristorante Pensione Selva, offen ab Anfang Mai, Tel. 081 844 07 46, selva-pensione-ristorante.ch. (Oben in Selva gelegen, auch wenn das Telefonverzeichnis de Tal-Weiler Prada nennt.)

Etappe 9, Übernachten in Campo Moro / Campomoro: Das frühere CAI-Rifugio Zoia wird nun privat geführt – und von Freunden sehr empfohlen: Tel. unverändert 0342 451405, rifugiozoia.it

Etappe 11: Erstmals seit Menschengedenken präsentierte sich der Murettopass 2005 auf der Schweizer Seite ohne Eis und Schnee.
Die frühere Schutzhütte in Plan Canin ist nun eine private Jagdhütte und nicht mehr zugänglich.

14 CHIAVENNA – 19 CANNOBIO

Etappe 14, Bus nach Olmo: Der Olmo-Schulbus fährt nun in Chiavenna um 06:40 Uhr; googeln: orari chiavenna olmo

Etappe 14, Soazza: Nach dem Passieren der Talenge des Val de la Forcola hat man zwei Möglichkeiten:
Die eine: Wer nach Soazza will (wie von uns bisher empfohlen), geht rechts via Druna zur A13, unter dieser hindurch und zum Dorf hoch. Einzige Übernachtungsmöglichkeit ist das Cacciatori mit seinen Dependancen. Leider sind die Zimmerpreise sehr hoch. – Das Postauto fährt auch noch am späten Abend talabwärts nach Lostallo oder Roveredo (dem Ziel von morgen).
Die andere Möglichkeit: Wer nach Lostallo will, folgt weiter dem ausgeschilderten Weg, der nicht mehr nach Soazza führt, sondern hinunter nach Campagna (=Punkt 538). Dort geht man 20 Minuten auf dem Talweg weiter bis Buffalora (wo der Buffalora-Bach endet, Bushalt, Restaurant) und fährt bis Lostallo. Im Groven schläft man ruhig und preiswert und isst sehr gut.

Etappe 15, Cama: In den drei Misoxer Seitentälern Cama, Leggia und Borat wurde 2006 das größte Waldreservat der Schweiz geschaffen.

Etappe 17, San Jorio: Das Rifugio San Jorio (die ehemalige Zollkaserne) ist neu zu erreichen unter Tel. 349 7279924; www.rifugiosjorio.it

Etappe 21, Stausee im hintersten Onsernonetal? Das Projekt ist zum Glück vom Tisch.

Etappe 22, alternativer Abstieg von der Alpe Ruscada: Der Weg Alpe Ruscada–Spruga über Casone wurde stark ausgebaut und ist sehr angenehm, wenn auch steil (Feedback von Wandernden).

Etappe 22, Spruga: Das Ostello di Spruga/Capelan kann auch für einzelne Nächte und individuell genutzt werden (Feedback von Wandernden). Googeln: ostello spruga capelan  – Giovanna Friedli bietet keine Zimmer mehr an.
 

20 CANNOBIO – 25 BINN

Etappe 21, Stausee im hintersten Onsernonetal? Das Projekt ist zum Glück vom Tisch.

Etappe 22, alternativer Abstieg von der Alpe Ruscada: Der Weg Alpe Ruscada–Spruga über Casone wurde stark ausgebaut und ist sehr angenehm, wenn auch steil (Feedback von Wandernden).

Etappe 22, Spruga: Das Ostello di Spruga/Capelan kann auch für einzelne Nächte und individuell genutzt werden (Feedback von Wandernden). Googeln: ostello spruga capelan  – Giovanna Friedli bietet keine Zimmer mehr an.

Etappe 23, Cimalmotto: Neben dem Bauernhof Munt La Reita der Familie Senn gibt es neu eine weitere Übernachtungsmöglichkeit. Feedback von Wandernden: »Nach unserer Wanderung von Comologno nach Binn haben wir im Rifugio La Reggia in Cimalmotto ausgezeichnet gespiesen und prima geschlafen.« Von Cimalmotto 600 m zu Fuss, Tel. 079 337 95 00, www.dinodb.ch

Etappe 23, Locanda Fior di Campo in Campo Vallemaggia: So heisst nach einem Besitzer- und Generationenwechsel das frühere Ristorante Porta. Im Juni 2014 nach einem Umbau neu eröffnet, bietet es im Sommer und im Winter (Kinderskilift) weiterhin auch Zimmer. Tel. neu 091 754 15 11, Web neu fiordicampo.ch (mit Informationen zur Philosophie des Projekts).

Etappe 24, S. 228, Formazza/Ponte: Lust auf einen Abstecher nach Domo?
Wie das zu Fuß im Talgrund am besten geht, schildern wir in unseren Auswanderungen, Etappen 8C und 8D (Ponte–Premia 5 h, Premia–Domodossola 6 h 15).

Etappe 24, Walserdeutsch: Von Anna Maria Bacher ist 2006 »Wê im ä Tröim. Alte und neue Gedichte« erschienen (enthält auch vergriffene Titel). Bestellungen: walserverein-gr.ch – 2011 ist im Limmat-Verlag Zürich von Anna Maria Bacher erschienen: »Kfarwät Schpurä. Farbige Spuren. Tracce colorate.« Gedichte dreisprachig Pomattertitsch/Italienisch/Deutsch.

Etappe 25, Binn: Das sorgfältig restaurierte Hotel Ofenhorn gehört nun zu den Swiss Historic Hotels. Von Andreas Weissen ist bei dieser Gelegenheit eine kleine Hotelgeschichte erschienen. Seit 2010 wird das Ofenhorn von Jacqueline Rossé Berchtold (ex Pro Natura Zentrum Aletsch) und ihrem Mann Hanspeter Berchtold (Bergführer und Skilehrer) geführt.
Das Hotel Albrun ist neu ganzjährig geöffnet. - Im Restaurant Zur Brücke kann man nicht mehr übernachten.
In Binn/Fäld bietet das Restaurant Bergkristall [baergkristall.ch] 4 DZ an, HP 120 Fr.
In der Sommersaison fährt im Binntal ein Rufbus, der für die Etappe 25 interessant sein kann: Binn-Fäld-Brunnebiel (Fahrplanfeld 12.653).

NEU: Nach Binn, auf die Alpe Veglia und die Alpe Devero: »Naturparkwandern ohne Grenzen zwischen Wallis und Piemont«, nennt Andreas Weissen seinen Wanderführer »Binntal Veglia Devero« treffend – erschienen im Juni 2015 in der Naturpunkt-Reihe des Rotpunktverlags. Neugierig? Zur Routenübersicht.

2014 erschienen: »Das Binntal. Exkursionen durch die Zeit« heisst der »Reiseführer durch die Zeitläufte« (NZZ), den der frühere Kantonsschullehrer und Freund des Binntals Gerold Koller 2014 publiziert hat (hier+jetzt, CHF 49.00). Unter anderem erfährt man, dass der Albrunpass über Jahrtausende ähnlich wichtig war wie der Simplon vor dem Bau der Napoleon-Strasse.  In der WOZ (Nr. 47/2014) schliesst Bettina Dyttrich ihre ausführliche Besprechung so: »Im Wallis, das oft immer noch auf Beton setzt, ist das Binntal zu einem Beispiel geworden, dass es tatsächlich auch anders möglich wäre.«

26 BINN – 30 MACUGNAGA

Etappe 26, Heiligkreuz: Nach einem weiteren Brand gibt es die Herberge Zum Schmuggler nicht mehr.

Etappe 27, Corwetsch: In den umgebauten Alpgebäuden können Wandernde nicht mehr übernachten (corwetch.ch Eintrag 2014).

Etappe 27, Gabi: Das Hotel Gabi ist geschlossen. Mögliche Varianten: Von Alpjerung in 2 h 15 direkt nach Gondo absteigen und in weiteren 2 h nach Zwischbergen (total 8 h 15; ev. Gondo-Zwischbergen im Taxi). So spart man einen Tag. – Oder gemütlicher: in Gondo im neuen Hotel Stockalperturm übernachten; Tel. 027 979 25 50, stockalperturm.ch. Am nächsten Tag durch die inzwischen begehbare Gondoschlucht in 2 h nach Gabi hinauf und wie in Etappe 28 beschrieben nach Zwischbergen (total 4 h 45).

Etappen 27/28, Gabi/Gondo: Variante Monsciera–Bognanco–Domo: Wem der Zwischbergenpass zu hoch ist, kann aus dem Zwischbergental über den Passo di Monsciera (2103 m) ins alte Badenest Bognanco wandern und am nächsten Tag im Sonnenhang gemütlich nach Domodossola hinaus. Siehe unsere Auswanderungen, Etappen 9C und 9D (Gondo–Bognanco 7 h 45, Bognanco–Domodossola 3 h 15).

Etappe 28, Gondo: Die Schule von Gondo wurde 2007 geschlossen. Am Schluss gab es so viele Schüler wie Tankstellen, drei.

Etappe 29, Almagell: Im ***Portjengrat in Almagell kennt die Hotelière einen schönen Teil der »Grenzschlängeln«-Route und manch andere Wanderroute in der Gegend aus eigener Anschauung. – Das Cristiana ist heute ein Dreisternhaus im Stil der heutigen Zeit. – Als günstige Alternative empfiehlt sich die einfache Pension *Central neben der Post, Tel. 027 9571717, central-saas.ch

Etappe 29, Schafe: 2010 erschien das schönste Buch zu den Walliser Schafen, das wir kennen, wenn auch zum Gebiet Belalp: Thomas Schuppisser (Fotos), Michael T. Ganz (Text): »embrüf, embri. Die Heimkehr der Schafe«. hier+jetzt Verlag, Baden.

Etappe 30, Der Mattmark-Justizskandal: Pflichtlektüre für alle, die im Wallis unterwegs sind: Kurt Marti: »Tal des Schweigens. Walliser Geschichten über Parteifilz, Kirche, Medien und Justiz«, Rotpunktverlag, 2. Auflage. Das Kapitel »Die Drahtzieher des Mattmark-Prozesses« schildert den Justizskandal rund um die Mattmarkkatastrophe. Die Haare stehen einem zu Berg, auch wenn man keine mehr hat (wie der Schreibende).

Etappe 30, 50 Jahre nach der Mattmark-Katastrophe: Zum 50. Jahrestag der Tragödie vom 30.8.1965 hat die Associazione Bellunesi nel Mondo einen Film realisiert und zahlreiche Dokumente gesammtelt – hier der Link

Etappe 30, Etappenort Macugnaga: Ein Augenschein nach anderthalb Jahrzehnten. Hier hat sich wenig geändert. Das Museo storico bietet neu eine Ausstellung zum Schmuggel, über den man heute nicht mehr schweigt. In der Fraktion Borca (eine halbe Stunde talabwärts) können ein kleines Walsermuseum und die ehemalige Goldmine besichtigt werden (geführter Rundgang). Eine angenehme Übernachtung in Borca: hotelalpiborca.it (1908 erbaut, Tel. 0324 65135). googeln: rifugio crespi-caldrini. Auf Wunsch fährt der Besitzer seine Gäste am Morgen nach Quarazza hoch und erzählt Interessantes zur Gegend (zu Fuß eine knappe halbe Stunde).

31 MACUGNAGA – 37 VALPELLINE

Etappe 31, S. 287f und 294ff: Variante: Statt nach Alagna abzusteigen, kann man bereits im Rif. Pastore übernachten (minus 1 h, Tel. 0163 91220, rifugiopastore.it). Und am nächsten Tag in 5 h via die Walser-Alpsiedlung Bors (mit dem einfachen Rif. Crespi-Caldrini, ab Juli.) durch das Vallone delle Pisse auf dem markierten Weg 10 und später 5E zum Rif. Guglielmina (2880 m) beim Col d'Olen ansteigen. Der Aufstieg zum Valico di Cimalegna ist steil, man bracht auch mal die Hände. Siehe die IGC-Karte 1:25'000 Nr. 109 Monte Rosa. Wahrscheinlich begegnet man mehr Steinböcken denn Wandernden. Im Berghotel/Rifugio Guglielmina übernachtet man mit Engländern und 7000 Flaschen Wein und isst gut (2007 renoviert, warme Dusche, Tel. 0163 91444 und 347 2732082, rifugioguglielmina.it. – Wir haben diese Variante in der SonntagsZeitung vom 9.8.2009 beschrieben; Artikel plus Detailinfos können bei bauerfrischknecht@bluewin.ch angefordert werden). – Buchtipp: Daniel Anker und Marco Volken: »Monte Rosa. Königin der Alpen«, AS Verlag Zürich 2009. Mit Porträts der Rifugi Pastore, Alpe Bors und Guglielmina.

Etappe 31, Alagna: Neben Walserhäusern und Bauten der Tourismus-Gründerzeit trifft man in Alagna immer mehr Residenzen an. Die Zimmer im traditionsreichen ***Monte Rosa sind banal und inzwischen viel zu teuer. Hingegen lohnt sich ein Abendessen im Salone Margherita (Ristorante La Stube). Eindrücklich ist weniger das Essen und schon gar nicht der Service, wohl aber der grandiose Speisesaal, der einzige erhalten gebliebene Raum von einst. – Das Ristorante Otro gibt es nicht mehr, hingegen neu das Dir und Don (da und dort; am Lebendigsten ist die Walserkultur in der touristischen Namensgebung) mit Vineria und Birreria usw. Das umgebaute Unione hat architektonisch verloren und gastronomisch wohl gewonnen. – Weitere Alternativen (Feedback von Grenzschlängelnden): ***Albergo Pasticceria Bar Mirella, bei der Seilbahnstation, Tel. 0163 922965; Casa dei fiori, ebenfalls in der Umgebung der Seilbahnstation, Tel. 0163 922614.

Von Alagna führt neu eine Seilbahn in zwei Sektionen zum Passo Salati (Freeride Paradise), von wo man in einer Viertelstunde zu den beiden Rifugi beim Col d'Olen spaziert. Wer zu Fuß unterwegs ist, wählt heute mit Vorteil folgende Route: beim Ristorante Unione den Weg ins geschützte Valle d'Otro nehmen (alte Walsersiedlungen, Übernachtungsmöglichkeit im Rifugio Zar Senni, Tel. 0163 922952, Juni bis September) und via den Passo Foric zum Col d'Olen aufsteigen (so verläuft auch die hier kaum ausgeschilderte Tour Monte Rosa).

Etappe 37, Valpelline: Für Leute, die gern gut essen, bietet sich folgender Abstecher an (billiger und besser als im verliebten Hasen): Mit dem Abendbus nach Ollomont/Rey hinauf fahren, dort in der locandavecchiaminiera.it oder im lagrandzedefrancois.com angenehm absteigen. Am Morgen mit dem Bus zurück nach Valpelline. – Oder auf dem Belvedere-Weg (beim Vecchia Miniera einfädeln) mehr oder weniger eben nach Douès (mit einem 800-Meter-Tunnel, Taschenlampe empfehlenswert).

38 VALPELLINE – 42 VALLORCINE

Etappe 38, Valpelline–St-Rhémy: Für die Provinz Aosta gibt es inzwischen gute Karten 1:25'000 von escursionista.it, für diese Etappe das Blatt 5 Gran San Bernardo Ollomont. Im Reisebuchhandel und vor Ort. – »In einem weiten Bogen bringen uns die Rinne und dann ein alter, steingesäumter Weg zur Brücke«, lautet eine kurze Passage unserer neuen Wegvariante. Inzwischen steigt man leider auf einer Werkpiste hoch, die beim Bau eines Kleinkraftwerks entstanden ist. Ab der Brücke bei der verfallenen Mühle geht es wie beschrieben weiter. – Das Hotel in Couchepache wird wieder unter dem Namen Des Alpes betrieben, siehe desalpeshotel.com

Etappe 38, Thema Farinet: Siehe auch Willi Wottreng: »Farinet - die phantastische Lebensgeschichte des Schweizer Geldfälschers, der größer tot war als lebendig« (Orell Füssli Zürich).

Etappe 39, Grosser Sankt Bernhard: Nicht nur Bernhardiner und Elefanten schrieben hier Geschichte, sondern auch gestohlene Steinbockkitze, die professionelle italienische Wilderer in die Schweiz brachten. Als Route benutzten sie u.a. den Grossen Sankt Bernhard. Das Buch »Von Königen und Wilderern. Die Rettung und Wiederansiedelung des Alpensteinbockes«, herausgegeben vom Wildbiologen Marco Giacometti, schildert diesen Tierschmuggel kenntnis- und detailreich.

Etappen 40–47: Zu den acht Etappen von Ferret bis St-Gingolph finden sich im Forum zu »Grenzschlängeln« viele nützliche Infos von Gisela und Hansruedi, die auf dieser Strecke 2013 unterwegs waren. Herzlichen Dank!

Etappe 41, Übernachten in Trient: Das Restaurant Moret ist keine Pension mehr (auch wenn im Telefonverzeichnis nach wie vor »chambres« steht).

Etappe 42, Vallorcine: Abstecher nach Chamonix? Siehe unsere Auswanderungen, Etappe 11C Le Buet–Chamonix 6 h 45. Oder in umgekehrter Richtung auf den Routen 11B und 11A via Finhaut nach Martigny

43 VALLORCINE – 47 ST-GINGOLPH

Etappen 40–47: Zu den acht Etappen von Ferret bis St-Gingolph finden sich im Forum zu »Grenzschlängeln« viele nützliche Infos von Gisela und Hansruedi, die auf dieser Strecke 2013 unterwegs waren. Herzlichen Dank!

Etappe 43, Ausweichübernachtung in Finhaut: Das Hotel Beau-Séjour ist nur noch ein Garni. Neben dem Beau-Séjour bietet auch die Pension Le Mont-Fleuri (Tel. 027 768 10 60) Zimmer und Dortoirs an. (Feedback von Wandernden, die im übrigen von der Pension Les Alpes abraten – und das »wunderbare Dorf Finhaut« loben).

Etappe 43, Kraftwerk Emosson: Mit dem Bau des großen Stausees in den 1970er Jahren verzehnfachte sich die Leistung des Kraftwerks Emosson. Von 2009 bis 2015 wird diese Leistung mit dem Bau der Pumpspeicheranlage Nant de Drance nochmals fast verdreifacht. Atel (inzwischen Alpiq) und SBB investieren eine Milliarde, die fast ausschließlich unterirdisch verbaut wird.

Etappe 47, Novel: Das Restaurant in Novel bietet keine Übernachtung mehr an. – Wohl aber die Gite le Franco Suisse, FR 74500 Novel, Tel. 0450 767374 und 964 247361; gitefrancosuisse.novel@orange.fr. Das Ehepaar, das die Gite führt, ist freundlich und offen für die Bedürfnisse der Fußreisenden. (Feedback von Wandernden)