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Titelbild: Antipasti und alte Wege

Antipasti und alte Wege

Valle Maira – Wandern im andern Piemont

Ursula Bauer, Jürg Frischknecht

»Das schwarze Loch Europas« wird das Valle Maira im Südwesten des Piemont auch genannt. Nirgends haben sich die Alpen mehr entvölkert als in den Grenztälern zwischen Cuneo und Frankreich. Im oberen Mairatal leben pro Quadratkilometer gerade noch zwei Menschen.

Dafür hat das Valle Maira einen sanften Tourismus pur. Initiative Leute, Dagebliebene und Zugewanderte, haben das fantastische alte Wegnetz zu neuem Leben erweckt. Auf dem Mairaweg lässt sich das Tal in ein bis zwei Wochen umrunden, ohne dass man je zur Talstraße absteigen muss. Und Abend für Abend locken einfache Klein-aber-fein-Adressen mit regionaler Küche.

 

Wanderparadies Valle Maira

Im italienischen Mairatal kann man von April bis Oktober wandern. Hauptader des Wegnetzes ist der Mairaweg.
In 13 Etappen kann man in ein bis zwei Wochen auf der einen Talseite bis an die Grenze Frankreichs und auf der andern zurück nach Dronero wandern.

 

Antipasti und alte Wege

  • bietet alle nötigen Informationen zu den Etappen des Mairawegs, der Percorsi Occitani P.O.;
  • beschreibt Ausflüge auf Dreitausender oder in ein Hinterland, das die Menschen aufgegeben haben;
  • schlägt Zweitageswanderungen in die Nachbartäler vor;
  • lädt zu einer Umrundung des Valle Maira in sechs Tagen ein;
  • gibt Tipps zur Provinzhauptstadt Cuneo und zu Dronero, wo der Mairaweg beginnt und endet.

 

Bauer & Frischknecht beschreiben

  • wie die Musikgruppe Lou Dalfin zur Trägerin des neuen okzitanischen Selbstbewusstseins wurde;
  • wie zwei Bergnester europaweit den Handel mit Perückenhaar und Sardellen kontrollierten;
  • was die okzitanische Küche an Antipasti, Primi und Secondi auftischt;
  • wie Mussolini 1940 einen Krieg gegen den guten Nachbarn Frankreich anzettelte;
  • wie der Allgäuer Heilige Magnus in einem piemontesischen Bergtal heimisch wurde.

 

  • 322 Seiten
  • Mit Fotos und Serviceteil, Foto-Essays von Norbert Breidenstein
  • ISBN 978-3-85869-684-7
  • 8., aktualisierte Auflage Mai 2016
  • CHF 32.00 | EUR 29.00
  

Inhalt und Leseprobe

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ANTIPASTI UND ALTE WEGE (VALLE MAIRA) – AKTUALISIERUNGEN

Für Rückmeldungen, Korrekturen und Hinweise aller Art sind wir dankbar. Bitte schicken Sie alle festgestellten Veränderungen an: bauerfrischknecht@bluewin.ch Oder benützen Sie unser Forum Vielen Dank!

Hier finden Sie von den Autoren betreute Aktualisierungen zur 7. Auflage 2011, letztmals aktualisiert im August 2015.

ALLGEMEINE INFOS

UNTERKUNFTSVERZEICHNIS

Direkter Link  > Unterkunftsverzeichnis Valle Maira 2015

Oder googeln: elenco ospitalità valle maira

ACHTUNG: In diesen Listen fehlen die günstigen Preise für die Übernachtungen in den Posti tappa der Percorsi Occitani P.O. Dafür bitte die Websites der einzelnen Unterkünfte konsultieren.

Zwei weitere Links: Unteres/mittleres/oberes Tal oder Ghironda.com

»ANTIPASTI« 7. AUFLAGE

Für die aktuelle 7. Auflage haben wir unser Maira-Buch umfassender überarbeitet als bei früheren Neuauflagen. Obschon nun 20 Seiten leichter, bietet die 7. Auflage mehr Inhalt: einen (noch) nicht ganz durchgehenden Talweg von Campo Base bis Dronero, mehr Verbindungswege und vor allem zahlreiche neue Unterkünfte. Alle Service-Informationen sind auf dem Stand vom Sommer 2015. Änderungen werden auf dieser Website angezeigt. Rückmeldungen von Wandernden sind im Forum zu finden.

»ICH BLEIBE IM VALLE MAIRA – RIMANGO IN VALLE MAIRA«

Ein Fotoband von Jörg Waste mit eindrücklichen Schwarzweissaufnahmen und Zeugnissen vorwiegend jüngerer Frauen und Männer in Italienisch und Deutsch – alles andere als »Besiegte« wie in Nuto Revellis »Il mondo dei vinti« von 1977. Im Rotpunktverlag soeben neu erschienen. Ein ideales Geschenk für alle, die das Mairatal schon lange kennenlernen wollten.

WELCHE MAIRA-KARTE?

• Seit der 6. Auflage von »Antipasti und alte Wege« empfehlen wir die »blaue« Carta dei sentieri 1:25'000 »Valle Maira«, herausgegeben von der Comunità Montana Valle Maira und erschienen bei L'escursionista Rimini, siehe S. 69. Diese Karte war ein Quantensprung. Wegbeschreibungen und Höhenangaben in »Antipasti und alte Wege« beziehen sich auf diese Karte. Sie deckt das Valle Maira ganz ab, allerdings nicht mehr. Die aktuelle Ausgabe 2014 ist auf wasser- und reißfestem Papier gedruckt. Bestellt werden kann die Karte auch bei www.michael-kleider.de > Shop

• Bruno Rosana hat 2015 eine sehr detaillierte Mairakarte 1:20'000 in zwei Blättern herausgebracht: »Chaminar en Bassa Val Maira« und »Chaminar en Auta Val Maira«. Sie deckt auch das untere Mairatal sowie das obere Val Stura ab. In Zürich kostet das Duo-Pack 22 Fr. – praktisch gleich viel wie die »blaue Mairakarte«.

• Zwei ebenfalls sehr genaue 25'000er Karten von fraternalieditore.it decken auch die Umgebung ab: die Blätter 12 Bassa Val Varaita / Bassa Val Maira sowie 11 Alta Val Varaita / Alta Val Maira. Zusammen kosten sie, zumindest in Zürich, mehr als unser »Antipasti und alte Wege«.

• Vom Kauf der IGC-Karten, die in vielen Buchhandlungen noch immer angeboten werden, raten wir ab. Sie gehören ins Altpapier.

 

ANKOMMEN UND ZURÜCKLEHNEN: CUNEO, DRONERO, ACCEGLIO

Seite 30f., Nuto Revellis »Il mondo dei vinti«: Die »Welt der Besiegten« war gestern, heute heißt es in der nachrückenden Generation wieder »Ich bleibe im Valle Maira«. Nachlesen und Anschauen kann man diesen fundamentalen Wandel im Buch von Jörg Waste und Giorgio Alifredi: »Ich bleibe im Valle Maira – Rimango«, soeben erschienen im Rotpunktverlag (deutsch/italienisch). Eindrucksvolle Porträts vermitteln, weshalb junge Leute wieder an eine Exisenz im Tal der Eletern glauben. Ein ideales Geschenk für Freunde, die das Mairatal noch immer nicht kennen.

S. 25, Cuneo Service-Infos

• Die Bushaltestelle befindet sich nicht mehr auf der Piazza Galimberti, sondern eingangs des Corso Nizza.

• Das Ufficio turistico von Cuneo befindet sich neu und leider etwas versteckt an der Via Vittorio Amedeo No. 8A (gleiche Straße wie das Hotel Cuneo), cuneoholiday.com

• Die Bottega dei Vini delle Langhe heißt nun Due Grappoli und ist umgezogen an die Via Santa Croce 38.

• Die Libreria Janus gibt es leider nicht mehr.

Seite 35, Dronero: Barbero Wurstwaren gibt es nicht mehr.

Seite 50, Acceglio:

• Die Tankstelle mit Taxi gibt es nicht mehr.

• Übernachten kann man auch (wieder) im Albergo Parigi, locandaoccitanaalbergoparigi.it, Tel. 0171 99028

ASSOCIAZIONE PERCORSI OCCITANI P.O.

Associazione Percorsi Occitani

So heisst auf Italienisch der Verein der Betreiber von Posti tappa (Unterkünfte) am Mairaweg. Ohne diese Pioniere gäbe es weder den Mairaweg noch den blühenden sanften Tourismus im Tal. Zu recht steht zuoberst auf der P.O.-Website der Satz: »Un incredibile storia di successo ed un esempio di progetto turistico ecologico e duraturo – Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte und ein Beispiel für ein naturnahes, nachhaltiges Tourismusprojekt«.
Heute zählt die Associazione 22 Mitglieder. Präsidiert wird die Vereinigung derzeit von Marco Andreis (Lou Pitavin, Finello Marmora). Siehe percorsioccitani.it (auch in deutscher Sprache) sowie Seiten 68/70.

Neben diesen P.O.-Posti tappa (in der Regel mit Touristenlager und mit Zimmern) gibt es im Valle Maira eine wachsende Zahl weiterer Unterkünfte. Unser Maira-Buch und wanderweb.ch weisen alle uns bekannten Adressen aus, soweit sie mehr oder weniger an den beschriebenen Routen liegen.

Seit 2011 sind neu zur Associazione gestoßen:
das Cavallo Bianco in Dronero, siehe S. 37
das Agriturismo Al Chersogno, siehe S. 132, Tel. zudem 0171 99223 und 347 2483726
in Chiappera La Scuola di Chiappera, siehe S. 144, Tel. 334 7670616
die Locanda degli Elfi in Preit Canosio, siehe  S. 169
das Agriturismo/B&B Lou Bià in Torello Marmora, siehe S. 176; Tel. zudem 0171 998155

die Locanda Il Campo della Quercia, Borgata Alberti, Frazione Pagliero, San Damiano Macra, Tel. 333-3328836, locandailcampodellaquercia.com (in »Antipasti und alte Wege« noch nicht erwähnt).

Wieder ausgeschieden sind nach kurzer Mitgliedschaft das Marmu in Vernetti Marmora und das Al Ponte in Cartignano (die beide weiterhin in Betrieb sind). Altershalber aufgegeben hat das Brec dal Vern in Arata/Marmora.

 

PERCORSI OCCITANI – DER MAIRAWEG

Seite 72, Villar San Costanzo: Das Albergo ist wieder offen. Es wird neu von Jessica Raso geführt – und von Wandernden bereits gerühmt. Achtung: Die Web-Adresse hat ein i weniger als bisher (nicht  mehr iciciu: ciciu.it, info@ciciu.it

Seite 72, Neu am Weg der Etappe 1: 700 m nach San Costanzo al Monte liegt das B&B Il Picco (Feedback von Wandernden)

Seite 73, San Costanzo al Monte nun zugänglich: Das restaurierte Santuario – an der Etappe 1 gelegen, ob man diese nun in Villar San Costanzo oder in Dronero beginnt – ist auch 2015 an ausgewählten Tagen zu besichtigen.

Seite 94, Al Bial in Macra: Neue Web-Adresse: albial.com, Kontakt info@albial.com

Seite 100, Bevölkerungsentwicklung: Die Einwohnerzahl zwischen Dronero und Acceglio schrumpft kontinuierlich weiter: von 11'960 Residenti im Jahr 2010 auf 11'735 drei Jahre später (minus 225). Minim zugelegt haben in dieser Periode einzig Villar San Costanzo und Roccabruna.

Seite 132, neues Rifugio in Grange Chiotti: Wanderer, die es auf den Chersogno zieht, können seit Juli 2014 auf 2020 Metern über Meer übernachten: im neuen CAI-Rifugio Franco Ellena (nordwestlich von San Michele, für Selbstversorger gut eingerichtet, 10 Plätze). Unpraktisch für Weiterwandernde: Den Schlüssel holt man unten in der Gentil Locanda an der Talstraße (und gibt ihn dort zurück): 0171 99139 oder 328 2767141, livioronco@gmail.com.

Seite 133, Impero in Prazzo Superiore: Das »in die Jahre gekommene« Albergo hat einige Zimmer renoviert und kann laut Feedback von Wandernden (die im Zweisternehaus im Juni 2014 übernachteten) wieder »uneingeschränkt empfohlen« werden: »Die Zimmer zur Maira hin haben Balkon und von der Fahrstraße hört man nichts, da die Maira rauscht.«

Seite 138, Alles über die okzitanische Musikgruppe Lou Dalfin: 2015 ist in italienischer Sprache das Buch »Lou Dalfin. Vita e miracoli dei contrabbandieri della musica occitana« erschienen, zusammen mit einer »CD antologico«. Seit 1976 haben Sergio Berardo und seine Gruppe über 1300 Konzerte bestritten und 11 CD bespielt. Erhältlich in den Läden der Gegend.

Seite 144, Campo Base: Tel. (Handy) neu 334 8416041. –  Als Lektüre am Kehrpunkt des Mairawegs empfiehlt sich der Reprint des 1911 erschienenen Wanderführers zum oberen Mairatal: »L'alta Val Macra [Maira]. Guida illustrata« von Giovanni Lantermino. Erhältlich für 10 Euro in Dronero (Cartolibreria Alice und Edicola Isasca).

Seite 170f, Abstieg Soleglio Bue nach Preit: Dieser Übergang von Chialvetta nach Preit ist beliebt, besonders, wenn die beiden Gardetta-Unterkünfte schon geschlossen sind. Der Aufstieg von Chialvetta beginnt auf dem Parkplatz bei den Abfallcontainern. Er ist bis auf den Pass gut markiert.
Vom Abstieg lässt sich das leider nicht behaupten, was Wandernde immer wieder kritisieren. Die unbefriedigende Situation habe auch damit zu tun, dass das Alppersonal an den gelb-blauen Markierungen wenig Freude habe, wurde uns erklärt.

Zum Glück ist der Abstieg auch ohne viele Markierungen zu finden:
- vom Pass zum gut sichtbaren kleinen Schutthügel mit jungen Lärchen absteigen
- ab hier bewegt man sich stets zwischen der Felskrete (linker Hand) und dem Bach (rechter Hand), teils auf Pfadspuren, teils auf gut erkennbaren Wegstücken
- so stößt man auf eine gut erkennbare alte Weg-Trasse, die 400 m ostwärts/abwärts weiterzieht
- schließlich südwärts hinunter zur Alpstraße (Liegeplatz der Kühe)
- auf dieser 300 m bis zur Haarnadelkurve (2001 oder 2002 m, je nach Karte)
- auf dem Geländerücken hinunter zur Alp Soleglio Bue (markiert)
- knapp links der Alp zum Abstieg nach Preit (hier auch orange Markierungen neben gelb-blauen)
- auf der Straße nach Preit

Wem das zu kompliziert ist: nach dem ersten kleinen Hügel doch nach rechts über den Bach zum gut sichtbaren Stall und auf der ausholenden Alpstraße zur erwähnten Haarnadelkurve und weiter wie oben beschrieben.

Seite 190, Etappenort Palent: Matteo und Virginia Laugero haben ihr Rifugio Escursionistico Palent (Schlafsaal) an das junge Paar Marco und Valeria verpachtet, Tel. 0171 999234 und Handy 328 1596405, rifugioalpinopalent.it, rifugiopalent@gmail.com
Paolo Testa, der langjährige Mitarbeiter von Matteo in den Genepi-Plantagen, führt nebenan die Locanda Palent (2 Zimmer), Tel. 340 8237898, locandapalent.it. Diese Angaben gelten bis Saisonende 2015.
Eine Stimme aus dem Wanderweb-Forum: »Im Juni 2015 hat eine 14-köpfige Naturfreunde-Wandergruppe aus Deutschland im Rifugio Palent übernachtet und zur gleichen Zeit ein Wanderpärchen in der Locande Palent. Gegessen haben alle 16 im Rifugio gemeinsam. Das Essen, welches die jungen Pächter des Rifugio auftischten, war eine große Überraschung. Denn die Neuen schafften es uns zu begeistern! Alles ausgezeichnet und vom Feinsten, mit Salat aus dem eigenen Garten.«

Seite 202, Neue Gesichter in Celle di Macra: Marco Chierici (Tel. 342 7810078) und Beatrice Ferioli (Tel. 342 7810077) führen neu die Locanda Borgata Chiesa in Celle di Macra: Tel. 0171 999138, info@alpitrekking.it, www.locandaborgatachiesa.it. »Beatrice kocht hervorragend und Marco steht Sommer wie Winters als Berg- oder Skitourführern zur Verfügung« (Feedback von Wandernden).

S. 219, Chiappera: »La scuola di Chiappera – Ospitalità montana« heißt eine neue Unterkunft in der früheren Schule (Restaurant mit 3 gemütlichen Zimmern und sowie zwei Schlafräumen in einem weiteren Haus), ab Juni 2014: Stefano Busso,  info@lascuoladichiappera.com, lascuoladichiappera.com, Tel. 334 7670616, offen Ende Mai bis Anfang Oktober, über Weihnachten/Neujahr sowie Februar bis 12. April. Die Unterkunft ist auch ein Posto tappa P.O.

 

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